ZVG bewertet Agrarminister-Beschlüsse: Wasserstrategie anerkannt, Kritik an Pflanzenschutz-Aufzeichnungen

Branchenverbände

Der ZVG begrüßt die Wasserstrategie der Agrarministerkonferenz, kritisiert jedoch die geplanten Aufzeichnungen für Pflanzenschutzmittel. Zudem bedauert der Verband die fehlende Einigkeit bei der Unterstützung des Risikomanagements für Betriebe.

ZVG-Bewertung der Agrarministerkonferenz

Der Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) hat die Beschlüsse der jüngsten Agrarministerkonferenz differenziert bewertet. Während die Einrichtung einer Ad-hoc-Arbeitsgruppe zur nachhaltigen Wasserbewirtschaftung begrüßt wird, stößt die geplante Ausführlichkeit eines Aufzeichnungssystems für Pflanzenschutzmittel auf Kritik. Zudem bedauert der ZVG die fehlende Einigkeit bei der Unterstützung des Risikomanagements.

Wasserversorgung als kritischer Faktor

Die Bedeutung einer ausreichenden Wasserversorgung für gärtnerische Betriebe wird vom ZVG hervorgehoben. Wassermangel kann demnach zu erheblichen Ernteausfällen führen. Bereits im vergangenen Jahr hatte der ZVG eine eigene Wasserstrategie veröffentlicht, die sich mit der Problematik der Wasserverfügbarkeit auseinandersetzt.

Bereits im vergangenen Jahr hatte der ZVG seine Wasserstrategie veröffentlicht und darin das Problemfeld bei der Wasserverfügbarkeit umrissen.

Die Agrarminister der Länder haben die Bildung einer gemeinsamen Ad-hoc-Arbeitsgruppe von Bund und Ländern zur Entwicklung eines Konzepts für eine nachhaltige Wasserbewirtschaftung in der Land- und Forstwirtschaft befürwortet. Ein Fokus liegt dabei auf verbesserten Fördermöglichkeiten.

Kritik an geplanten Pflanzenschutz-Aufzeichnungen

Der ZVG teilt die Ansicht der Agrarminister, dass eine ausreichende Verfügbarkeit wirksamer Pflanzenschutzmittel für den integrierten und ökologischen Anbau notwendig ist. Die Pläne für ein systematisches, elektronisches und länderübergreifendes Aufzeichnungssystem von Anwendungsdaten lehnt der ZVG jedoch ab. Die Agrarminister hatten den Bund gebeten, eine entsprechende Ausgestaltung zu prüfen.

Der heimische Gartenbau arbeitet engagiert daran, den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zu reduzieren.

Der Verband argumentiert, dass der Aufwand für ein solches System für die Betriebe zu groß und nicht praktikabel sei. Zudem sieht der ZVG die Sicherheit der Daten nicht ausreichend gewährleistet.

Uneinigkeit beim Risikomanagement

Enttäuschung äußert der ZVG darüber, dass sich die Agrarminister nicht auf eine Unterstützung betrieblicher Risikovorsorgeinstrumente, wie beispielsweise Mehrgefahrenversicherungen gegen wetterbedingte Risiken, einigen konnten.

Das verschafft dem heimischen Gartenbau weiterhin einen deutlichen Wettbewerbsnachteil.

Der ZVG verweist auf die teilweise erhebliche Förderung von Versicherungsprämien in europäischen Nachbarländern. Eine Protokollerklärung von Baden-Württemberg, Bayern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Thüringen fordert den Bund auf, seine ablehnende Haltung in dieser Frage zu überdenken.

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