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STIHL veröffentlicht Nachhaltigkeitsbericht 2023

STIHL hat seinen dritten Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht, der Fortschritte und Ziele in den Fokusfeldern Ökosysteme, Kreisläufe und Sorgfalt detailliert. Das Familienunternehmen zeigt Maßnahmen zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele auf und betont die Verantwortung für Umwelt und Menschen.

Fortschritte und Ziele im Nachhaltigkeitsengagement

Das Familienunternehmen STIHL hat seinen dritten Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht. Dieser Bericht detailliert die im Jahr 2023 erreichten Fortschritte und Ziele in den priorisierten Fokusfeldern Ökosysteme, Kreisläufe und Sorgfalt.

Der online zugängliche Nachhaltigkeitsbericht legt dar, welche Maßnahmen STIHL im vergangenen Jahr ergriffen hat, um die eigenen Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Ein wesentlicher Fortschritt ist die rechnerische Treibhausgaskompensation der direkten CO2-Emissionen der STIHL Vertriebsgesellschaften durch Kompensationsprojekte. Eine 2023 begonnene Potenzialanalyse zur Erhöhung des Anteils von Sekundärrohstoffen wird fortgeführt, ebenso wie eine Machbarkeitsstudie für ein vollständig kreislauforientiertes Produkt. Im sozialen Bereich hat STIHL die Verantwortung in der Lieferkette gestärkt.

Wir verstehen Nachhaltigkeit vor allem als Verantwortung: für die Umwelt, für die Menschen und für die langfristige Entwicklung unseres Unternehmens. Dabei setzen wir unseren schon vor langer Zeit begonnenen Weg konsequent um. Wir sind längst nicht am Ziel. Nachhaltigkeit ist unsere Aufgabe – und unser gemeinsamer Ansporn für Transformation und Innovation.

Ökosysteme: Emissionsreduktion und Biodiversität

Seit Ende 2023 sind nahezu alle STIHL Produktions- und Vertriebsgesellschaften rechnerisch treibhausgasneutral in den Bereichen Scope 1 und 2. Dies wurde primär durch die seit 2021 schrittweise erfolgte Umstellung auf Grünstrombezug sowie durch einen Mix aus Ausgleichszertifikaten und CO2-Einlagerung mittels Agroforstwirtschaft erreicht. Zudem erzeugen immer mehr STIHL Standorte eigenen Strom aus regenerativen Quellen. Neue Photovoltaikanlagen wurden beispielsweise in Qingdao (China), Brasilien und Ludwigsburg installiert, die zur Emissionsreduktion beitragen und die Versorgungssicherheit erhöhen.

Im Durchschnitt entstehen 60 bis 90 Prozent der Emissionen von STIHL Produkten während der Nutzungsphase. Akku-Produkte liegen hierbei, abhängig vom lokalen Strommix, am unteren Ende der Bandbreite. Der Fokus liegt daher auf der Bilanzierung der Scope-3-Emissionen in der Kategorie Kunden. Hierfür werden derzeit Einflussfaktoren bestimmt sowie Messmethoden entwickelt und validiert.

Im Vergleich zum Vorjahr sank der gesamte Energieverbrauch (Scope 1 und 2) im Jahr 2023 um rund 15 Prozent. Dies ist maßgeblich auf die allgemeine konjunkturelle Lage zurückzuführen, die einen Absatzrückgang und eine Anpassung der Produktion zur Folge hatte. Analog dazu reduzierten sich auch die Treibhausgasemissionen.

Bis 2030 strebt STIHL eine Reduktion des Erdgas- und Erdölverbrauchs um 40 Prozent gegenüber 2019 an. Erste Maßnahmen wurden bereits von Tochtergesellschaften umgesetzt. Im Schweizer Kettenwerk wurde beispielsweise eine gasbefeuerte Härtelinie auf elektrische Heizelemente umgestellt, was eine Einsparung von 2.400 Megawattstunden Gas und eine CO2-Reduktion von 480 Tonnen pro Jahr bedeutet. Biodiversität ist ebenfalls ein zentrales Anliegen der STIHL Nachhaltigkeitsstrategie. Ein abgeschlossenes Projekt untersuchte die Herausforderungen einer biodiversen Flächenbewirtschaftung in Kommunen und generierte Ideen für neue Produkte und Bewirtschaftungstechniken. Erste Prototypen wurden den Kommunen bereits vorgestellt.

Kreisläufe: Kunststoffreduktion und Recyclingoptimierung

Um den Verbrauch von Primärrohstoffen zu minimieren und Abfälle zu reduzieren, konzentriert sich STIHL auf die Kreislaufwirtschaft. Produkte und Prozesse sollen in diesem Sinne optimiert werden. Ende 2022 startete ein Pilotprojekt, das am Beispiel eines Freischneiders die Potenziale eines vollständig kreislaufgeführten Produkts in Herstellung und Anwendung untersucht.

Zudem wurde 2023 eine Potenzialanalyse zur Steigerung des Anteils an Sekundärrohstoffen initiiert. Hierfür wurden zunächst die wichtigsten Handlungsfelder definiert und etablierte Marktlösungen recherchiert, die derzeit bewertet werden. Verschiedene Projekte zur Reduzierung von Kunststoff in Verpackungen wurden intensiviert. An den deutschen STIHL Standorten wurden beispielsweise neue Ersatzteilverpackungen mit einer um 20 Prozent reduzierten Foliendicke eingeführt. Des Weiteren wird schrittweise auf das Sichtfenster der Kettenverpackungen verzichtet. Die Umstellung auf Monomaterial trägt zur Kunststoffreduktion bei und verbessert die Recyclingfähigkeit der Verpackungen.

Sorgfalt: Nachhaltige Lieferketten

Der Bericht beleuchtet auch soziale Nachhaltigkeitsaspekte, wie die Förderung von Diversität und gesellschaftlicher Entwicklung sowie die Implementierung einer verantwortungsvollen Lieferkette. Im Berichtsjahr lag der Fokus auf dem Ausbau eines globalen Sustainable-Supply-Chain-Netzwerks, um das Thema „Nachhaltige Lieferketten“ in den Einkaufsabteilungen und Produktionsgesellschaften voranzutreiben.

Alle Nachhaltigkeitsaktivitäten sind im STIHL Nachhaltigkeitsbericht 2023 beschrieben. Dieser wurde in Übereinstimmung mit den Sustainability Reporting Standards der Global Reporting Initiative (GRI) erstellt und ist als Online-Version verfügbar.

16.05.2024

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