Die Grüne Stadt

Grünflächen fördern Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden: Ergebnisse einer globalen Studie

Eine internationale Studie der Husqvarna Group zeigt, dass Grünflächen die Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden signifikant beeinflussen. 46 Prozent der Befragten glauben, dass Parkbesuche während der Arbeitszeit die Leistung steigern. Zimmerpflanzen haben einen ähnlichen Effekt, während eine Kaffeepause weniger wirksam ist.

Studie belegt positive Effekte von Grünflächen auf Produktivität und Gesundheit

Eine internationale Studie im Auftrag der Husqvarna Group zeigt, dass Grünflächen einen signifikanten Einfluss auf die Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden von Menschen haben. Demnach sind 46 Prozent der Befragten überzeugt, dass ein Parkbesuch während der Arbeitszeit die Leistungsfähigkeit steigern kann. Ebenso viele glauben, dass Zimmerpflanzen die Arbeitsleistung positiv beeinflussen. Im Vergleich dazu sehen nur 36 Prozent einen leistungssteigernden Effekt durch eine Kaffeepause.

Die Studie, die in neun Ländern durchgeführt wurde, beleuchtet die Beziehung von Menschen zu Wäldern, Parkanlagen und Gärten. In Deutschland betrachten 83 Prozent der Befragten den Zugang zur Natur als ein Menschenrecht. Die Ergebnisse sind im Global Green Space Report 2013 zusammengefasst. Insgesamt wurden 4.500 Personen in Deutschland, Schweden, China, Russland, den USA, Kanada, Australien, Polen und Frankreich befragt, davon 530 in Deutschland.

Grünflächen als wichtiger Faktor für das Wohlbefinden

Die positive Wirkung von Grünflächen wie Wäldern, Parkanlagen und Gärten auf das Wohlbefinden wird von 91 Prozent der Befragten weltweit geteilt. Rund 55 Prozent sind der Ansicht, dass Aufenthalte im Grünen die Konzentration fördern, und 81 Prozent glauben, dass Grünflächen Stress und Sorgen reduzieren. Die Umfrageergebnisse legen nahe, dass Aufenthalte im Grünen für das Wohlbefinden wichtiger sind als Beruf, Sexualleben, Geld oder Religion. Lediglich die familiäre Situation hat für die Befragten einen größeren Einfluss auf das Wohlbefinden als die Zeit im Freien, was auch 81 Prozent der befragten Deutschen bestätigen.

Der Kontakt zur Natur wirkt sich positiv auf die Leistungsfähigkeit von Arbeitnehmern aus. Dies stellen auch Arbeitgeber vermehrt fest. In vielen kreativen Unternehmen weltweit werden daher Pflanzen, Bäume oder sogar Rasenflächen und Dachgärten in der Arbeitsumgebung dazu genutzt, Motivation und Leistung der Arbeitnehmer zu steigern. Diesen Trend werden wir in Zukunft sicherlich noch häufiger beobachten.

Nutzung von Grünflächen durch junge Erwachsene

Die Studie zeigt, dass verschiedene Altersgruppen Grünflächen unterschiedlich nutzen. 41 Prozent der Befragten zwischen 18 und 25 Jahren besuchen Parks hauptsächlich aus sozialen Gründen, um Kontakte zu knüpfen. Dieser Anteil nimmt mit steigendem Alter ab: Bei den 26- bis 45-Jährigen sind es 26 Prozent, bei den 46- bis 65-Jährigen 21 Prozent und in der Gruppe über 66 Jahre nur 18 Prozent.

Junge Erwachsene nutzen Grünflächen auch zur Konzentration und zum Nachdenken; 53 Prozent besuchen Wälder und Parks aus diesem Grund. Diese Altersgruppe unterscheidet sich hierin deutlich von den älteren Befragten. Allerdings fühlen sich junge Erwachsene aufgrund von Zeitmangel in ihren Aufenthalten im Grünen eingeschränkt. 41 Prozent führen dies auf lange Arbeitszeiten zurück, 33 Prozent auf den Druck am Arbeitsplatz. Daher sind 37 Prozent der jungen Erwachsenen der Meinung, dass Arbeitgeber die Verantwortung tragen, ein Gleichgewicht zwischen Arbeitsumfeld und Natur zu schaffen und Mitarbeitern mehr Zeit im Grünen zu ermöglichen.

Beeindruckende 67 Prozent der deutschen Befragten glauben, dass Aufenthalte in der Natur bei der Überwindung von Konzentrationsproblemen helfen, und 81 Prozent sind der Ansicht, dass die Natur einen positiven Einfluss auf Stress und Ängste hat.

Studiendetails des Global Green Space Reports

Für den Global Green Space Report der Husqvarna Group wurden insgesamt 4.676 Interviews in neun Ländern durchgeführt, davon 530 in Deutschland. Die Befragung erfolgte mittels Online-Fragebögen, die per E-Mail versandt wurden. Zielgruppe war die breite Öffentlichkeit ab 18 Jahren in jedem Land. Die Umfrage wurde vom 9. bis 22. November 2012 durchgeführt.

12.06.2013

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