Neue Vereinbarung für mehr Sicherheit in der Ausbildung
Die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) und die Deutschen Lehranstalten für Agrartechnik (DEULA) setzen ihre Kooperation im Bereich der landwirtschaftlichen Berufsausbildung fort. Eine entsprechende Vereinbarung wurde am 25. November 2014 in Kassel von Arnd Spahn, Vorstandsvorsitzender der SVLFG, und Dr. Karl Thoer, Präsident des DEULA-Bundesverbandes und Geschäftsführer der DEULA Rheinland, unterzeichnet.
Das neue Abkommen regelt verschiedene Bereiche neu. Dazu gehören die Definition von Qualitätsstandards für die Ausbildung sowie Änderungen bei der finanziellen Unterstützung und der Ausstattung der Bildungszentren mit Lernmedien zu Arbeit und Gesundheitsschutz. Ebenfalls neu geregelt sind die Ausstattung der Lehrräume mit Hinweisen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie die regelmäßige Teilnahme von Technischen Aufsichtspersonen am Unterricht.
Den Auszubildenden müssen von Beginn an Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz näher gebracht werden. Für sie muss es in ihrer Ausbildung selbstverständlich werden, ihren Arbeitsplatz und ihr Verhalten auf Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz auszurichten.
Dies erklärte SVLFG-Vorstandsvorsitzender Arnd Spahn. Dr. Karl Thoer sieht in dem Abkommen eine Möglichkeit, frühzeitig den Grundstein für sicheres Verhalten am Arbeitsplatz zu legen und das Bewusstsein für den Erhalt der eigenen Arbeitskraft zu stärken. Die SVLFG plant weitere Präventionsmaßnahmen für Berufsanfänger im Bereich sicheres Arbeiten.
Ein Beispiel für ein Präventionsangebot in der Berufsausbildung ist das „Azubi-Programm für grüne Berufe“, das seit zwei Jahren als Pilotprojekt in Nordrhein-Westfalen durchgeführt wird.
Historie und zukünftige Lehrinhalte der Kooperation
Die Zusammenarbeit zwischen den DEULA-Schulen und den damaligen landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften begann bereits 1968. Damals wurde die Präventionsarbeit in den praktischen Teil der überbetrieblichen Landwirtschaftsausbildung integriert. Heute liegt der Fokus zusätzlich auf dem Gesundheitsschutz.
Auszubildende sollen die Auswirkungen von Belastungen wie Nässe, Lärm und Vibration auf den Körper verstehen lernen. Ziel ist es, daraus Maßnahmen wie Hautschutz, Körperschutzmittel und Ausgleichsübungen zur Rückengesundheit abzuleiten. Dies führt zu einer Erweiterung der Lehrinhalte.
