Pflanzen und Pflanzenteile

Lilienzwiebeln schon ab Januar pflanzen

17.12.2018

Lilienzwiebeln sollten nicht erst im Frühjahr, sondern bereits ab Mitte Januar gepflanzt werden. Warum die Winterpflanzung sinnvoll ist und worauf GaLaBau-Betriebe bei Standort und Pflanztiefe achten müssen.

Warum Lilienzwiebeln ab Januar in den Boden gehören

Während die Zwiebeln von Frühblühern wie Tulpen und Narzissen bereits im Herbst gesetzt werden und nicht winterharte Sommerblüher wie Dahlien oder Zantedeschia erst nach den letzten Frösten in den Boden kommen, bleibt ein Pflanztermin häufig unbeachtet: der Winter. Für den Garten- & Landschaftsbau eröffnet sich damit ein zusätzliches Zeitfenster in der Pflanzplanung.

Lilien sollten nicht erst im Frühsommer, sondern bereits ab Mitte Januar gepflanzt werden. Darauf weist Blumenzwiebelexperte Carlos van der Veek hin. Entscheidend ist die besondere Beschaffenheit der Lilienzwiebeln, die sich deutlich von anderen Blumenzwiebeln unterscheidet.

„Lilien haben nackte Zwiebeln. Das bedeutet, sie besitzen keine schützende Außenhaut. Sie trocknen an der Luft schnell aus und können nur mit großem Aufwand richtig gelagert werden. Deswegen sollten sie so früh wie möglich gepflanzt werden – am besten noch im Winter. Im Boden sind sie optimal aufgehoben und können im Frühjahr direkt wurzeln. Da sie winterhart sind, machen ihnen auch Minustemperaturen nichts aus.“

Für GaLaBau-Betriebe bedeutet das: Eine frühe Pflanzung reduziert Lageraufwand und Ausfallrisiken. Gleichzeitig profitieren die Pflanzen von einer zügigen Wurzelbildung im Frühjahr. Die Winterhärte der Lilien sorgt dafür, dass auch Minusgrade nach dem Setzen keine Schäden verursachen.

Das Sortiment umfasst 50 verschiedene Sorten. Angeboten werden einfarbige, mehrfarbige und tigerartig gepunktete Varianten. Neben einfach blühenden Sorten sind auch gefüllte Formen erhältlich. Die Blüten reichen von trompetenförmig bis hin zu Sorten mit stark zurückgebogenen Blütenblättern im Stil eines türkischen Turbans.

Auch hinsichtlich der Wuchshöhe bietet das Sortiment Spielraum für unterschiedliche Gestaltungskonzepte. Große Sorten erreichen Höhen von deutlich über einem Meter und eignen sich als strukturgebende Elemente in Staudenpflanzungen. Kleinere Lilien bleiben bei rund 30 Zentimetern und lassen sich gezielt im Vordergrund oder in Kombination mit niedrigen Begleitpflanzen einsetzen.

Pflanztechnik und Standortwahl

Für die Pflanzung empfiehlt sich ein frostfreier Tag. Die auffälligen Zwiebeln mit ihren überlappenden Schuppen werden bis zu 20 Zentimeter tief gesetzt. Hintergrund sind die sogenannten Stängelwurzeln, die sich oberhalb der Zwiebel bilden und für die Nährstoffaufnahme eine zentrale Rolle spielen.

Zusätzlich bilden Lilien sogenannte Zugwurzeln am Zwiebelboden. Diese können die Pflanze tiefer in den Boden ziehen, falls sie zu flach gesetzt wurde. Für die Praxis bedeutet das dennoch: Eine ausreichende Pflanztiefe ist entscheidend für stabile Entwicklung und sichere Nährstoffversorgung.

Lilien bevorzugen sonnige Standorte für ihre Blüten, während Stängel- und Wurzelbereich eher kühl stehen sollten. Dieser scheinbare Widerspruch lässt sich durch geschickte Pflanzkombinationen lösen.

„Ich empfehle, Lilien zwischen Bodendecker, niedrige Stauden oder Gräser zu pflanzen. Diese sorgen für Schatten an den Füßen, während sie den Köpfen der Lilien ausreichend Sonne lassen. Der Boden sollte zudem locker und wasserdurchlässig sein, denn Staunässe vertragen die Zwiebeln absolut nicht.“

Ein lockerer, gut drainierter Boden ist damit Voraussetzung für eine erfolgreiche Kultur. Staunässe führt schnell zu Schäden an den Zwiebeln. Für professionelle Pflanzkonzepte im Gartenbau bietet die frühe Winterpflanzung von Baustoffe & Materialien wie Blumenzwiebeln somit eine zusätzliche Option zur effizienten Saisonplanung.

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