Pflanzen und Pflanzenteile

DWD-Dürreprognose: Neues Instrument für den Freilandgemüsebau

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) entwickelt eine neue Langfristvorhersage zur Bodenfeuchte, die für den Freilandgemüsebau von großer Bedeutung ist. Sie soll Landwirten und Gärtnern bis zu sechs Wochen im Voraus potenzielle Dürregefahren aufzeigen. Christian Ufen vom ZVG sieht darin großes Potenzial, betont aber die Notwendigkeit eines Praxistests.

Potenzial der DWD-Dürreprognose für die Landwirtschaft

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) entwickelt eine neue Langfristvorhersage, die für den Freilandgemüsebau von großer Bedeutung sein könnte. Dieses Instrument soll Landwirten und Gärtnern die Bodenfeuchte bis zu sechs Wochen im Voraus prognostizieren und frühzeitig über potenzielle Dürregefahren informieren.

Christian Ufen, Vorsitzender der Fachgruppe Gemüsebau im Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) und im Bundesausschuss Obst und Gemüse (BOG), bewertet diese Entwicklung als „hochinteressant für den Freilandgemüsebau“. Er betont jedoch:

Erst der Praxistest wird aber zeigen, welche tatsächlichen Möglichkeiten sich umsetzen lassen.

Die Grundlage der Prognose ist die Bodenfeuchte, die den im Boden gespeicherten Wassergehalt angibt. Selbst bei längeren Trockenperioden können Pflanzen ausreichend Wasser für ihr Wachstum finden, wenn durch Niederschläge im Winter und Frühling genügend Feuchtigkeit gespeichert wurde. Da die Bodenfeuchte eine sich langsam verändernde Speichergröße darstellt, eignet sie sich nach Einschätzung des DWD gut für die Berechnung langfristiger Vorhersagen.

Prof. Dr. Paul Becker, Vizepräsident des DWD, ist überzeugt, dass der Wetterdienst mit dieser Vorhersagetechnik die weitreichende Dürre des vergangenen Jahres in großen Teilen Deutschlands bereits sechs Wochen im Voraus mit hoher Qualität hätte prognostizieren können. Der DWD plant, das Programm im laufenden Jahr weiter zu optimieren, um die Prognose im nächsten Jahr zur Verfügung zu stellen. Der Start des operationellen Programms ist für 2020 vorgesehen.

31.03.2019

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