Gewässerbau und Gewässerpflege, Hochwasserschutz

Umfassender Hochwasserschutz für den Raum Coburg

Der Überleitungsstollen an der Lauter ist der letzte Baustein für den Hochwasserschutz im Raum Coburg. Mit dem Beginn der Tunnelarbeiten wurde ein entscheidender Schritt getan, um die Stadt vor einem 100-jährlichen Hochwasser zu schützen.

Projektfinanzierung und technische Details des Überleitungsstollens

Das Projekt wird mit 27 Millionen Euro finanziert, wobei die Stadt Coburg, die Gemeinde Lautertal, der Freistaat Bayern und die Europäische Union die Kosten tragen. Ein zwei Kilometer langer Stollen ist vorgesehen, um zukünftig Hochwasser durch den Bergrücken zwischen Oberlauter und Beuerberg in das benachbarte Rückhaltebecken des Goldbergsees zu leiten. Diese „Lauter-Überleitung“ ist Teil eines umfassenden Hochwasserschutzkonzepts für die Region Coburg.

Bereits in den vergangenen Jahren wurden im Raum Coburg zwei große Hochwasserrückhaltebecken sowie weitere wasserbauliche Maßnahmen realisiert. Die gesamten Hochwasserschutzmaßnahmen in diesem Gebiet belaufen sich auf 100 Millionen Euro. Davon trägt Bayern rund 56 Millionen Euro und die Europäische Union 25 Millionen Euro.

Synergien zwischen Hochwasserschutz und Umweltschutz

Die Bayerische Staatsregierung verfolgt seit Jahren das Ziel, den Hochwasserschutz in besiedelten Gebieten des Freistaats zu verbessern. Das Hochwasserschutz-Aktionsprogramm sieht für den Zeitraum von 2001 bis 2020 Investitionen von insgesamt 2,3 Milliarden Euro vor. Diese Maßnahmen haben auch positive Auswirkungen auf die Umwelt.

Wir schützen mit dem naturnahen Konzept auch die Umwelt.

Naturnahe Ausbautechniken sollen neue Lebensräume für bedrohte Tierarten schaffen. Ein Beispiel hierfür ist der Biotopsee, der einen Teil des Goldbergsees bildet. Die Projekte im Raum Coburg sind zudem in die 2008 verabschiedete Biodiversitätsstrategie integriert. Ziel ist es, das Biotopnetz in Bayern bis 2020 so zu vervollständigen, dass die biologische Vielfalt umfassend und dauerhaft erhalten werden kann.

14.11.2009

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