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Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe steigt im November 2021 um 3,7 Prozent

Der reale Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe verzeichnete im November 2021 einen Anstieg von 3,7 Prozent gegenüber dem Vormonat. Dies markiert eine Erholung nach einem Rückgang im Oktober. Besonders Auslandsaufträge trugen zu diesem Wachstum bei.

Details zur Branchenentwicklung und den Ursachen des Anstiegs

Den größten Zuwachs verzeichnete der sonstige Fahrzeugbau (Flugzeuge, Schiffe, Züge) mit einem Plus von 32,0 Prozent gegenüber dem Vormonat, bedingt durch umfangreiche Großaufträge. In der Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen stieg der Auftragseingang um 7,0 Prozent, nachdem er im Oktober 2021 um 4,7 Prozent gesunken war.

Der Anstieg der Aufträge ist primär auf Auslandsaufträge zurückzuführen, die sich im November 2021 um 8,0 Prozent erhöhten. Dabei nahmen die Auftragseingänge aus der Eurozone um 13,1 Prozent zu, während die aus dem restlichen Ausland um 5,0 Prozent stiegen. Die Aufträge aus dem Inland fielen hingegen um 2,5 Prozent.

Bei den Herstellern von Vorleistungsgütern lag der Auftragseingang im November 2021 um 1,2 Prozent über dem Vormonatsniveau. Für Investitionsgüter gab es einen Anstieg von 5,3 Prozent, und im Bereich der Konsumgüter stiegen die Aufträge um 3,8 Prozent.

Umsatzentwicklung und Revisionen der Daten

Für Oktober 2021 wurde nach Revision der vorläufigen Ergebnisse ein Rückgang des Auftragseingangs gegenüber September 2021 um 5,8 Prozent festgestellt (vorläufiger Wert: -6,9 Prozent). Die Abweichung resultiert aus Nachmeldungen von Großaufträgen in der Metallerzeugung und -bearbeitung sowie im Maschinenbau.

Der reale Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe erhöhte sich im November 2021 saison- und kalenderbereinigt um 4,1 Prozent gegenüber Oktober 2021. Kalenderbereinigt lag er 0,3 Prozent über dem Vorjahresniveau, jedoch saison- und kalenderbereinigt 3,4 Prozent unter dem Niveau von Februar 2020. Für Oktober 2021 ergab sich nach Revision ein Umsatzanstieg von 3,4 Prozent gegenüber September 2021 (vorläufiger Wert: +3,6 Prozent).

Dossier zu Lieferengpässen und Kontext der Daten

Ein neues Dossier des Statistischen Bundesamtes analysiert den Zusammenhang zwischen Materialknappheit, Auftragseingängen, Produktion und Preisen in der Industrie. Dieses Dossier, verfügbar auf der Themenseite „Konjunkturindikatoren“, beleuchtet die aktuelle Situation in der Corona-Krise im Vergleich zu vergangenen Konjunkturzyklen.

Bei der Interpretation der Konjunkturindikatoren sind die unterschiedlichen Vergleichszeiträume zu beachten. Der Vergleich zum Vormonat oder Vorquartal bildet die kurzfristige konjunkturelle Entwicklung ab. Der kalenderbereinigte Vorjahresvergleich dient einem längerfristigen Niveauvergleich, unabhängig von saisonalen Schwankungen und Kalendereffekten. Aufgrund der starken Schwankungen während der Corona-Krise können die Ergebnisse im Vormonats-/Vorquartalsvergleich und Vorjahresvergleich stark variieren. Um einen direkten Vergleich zum Vorkrisenniveau zu ermöglichen, wird ein Vergleich zum Februar 2020 beziehungsweise zum 4. Quartal 2019 dargestellt.

06.01.2022

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