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Verbändebündnis fordert Konjunkturprogramm für kommunales Grün

Ein breites Verbändebündnis, darunter BGL und bdla, fordert ein Konjunkturprogramm für kommunales Grün. Sie betonen die systemrelevante Bedeutung von Parks und Grünflächen für Erholung, Biodiversität und Klimaanpassung. Ein langfristiges Förderprogramm soll Kommunen unterstützen und die Wirtschaft stärken.

Förderbedarf für grüne Infrastruktur in Kommunen

Grünflächen dienen nicht nur als Erholungsorte für Menschen, sondern sind auch wichtige Lebensräume und Vernetzungsstrukturen für die städtische Biodiversität.

„Die Flächen sind nicht nur grüne Lungen für den Menschen, sondern haben auch eine hohe Bedeutung als Lebensraum und Vernetzungsstruktur für städtische Biodiversität“

erklärt DNR-Geschäftsführer Florian Schöne. Die Allianz aus Wirtschafts- und Umweltverbänden sieht es als notwendig an, Kommunen mit einem klimagerechten Innovations- und Konjunkturpaket für mehr Grün zu unterstützen.

BGL-Präsident Lutze von Wurmb appelliert an die Bundes- und Landesregierungen:

„Wir als Verbändebündnis appellieren an die Bundes- und Landesregierungen, ein langfristiges Förderprogramm für die grün-blaue Infrastruktur in der Stadt und im ländlichen Raum einzurichten. Gesundheitsvorsorge und Klimaanpassung brauchen jetzt diese Unterstützung.“

Dies entspreche den Bestrebungen der Bundesregierung im Rahmen der anstehenden EU-Präsidentschaft, über den „Green Deal“ mit Investitionen in Nachhaltigkeit auch die Wirtschaft zu fördern. Von Wurmb erwartet daher eine breite Unterstützung seitens der Bundespolitik.

Grünflächen als Erholungsfaktor und Wirtschaftsfaktor

Die Bedeutung attraktiver und naturnah gepflegter Parks und Grünflächen im urbanen Raum wurde durch den Corona-bedingten Lockdown verdeutlicht. Nach den Lockerungen zieht es die Menschen vermehrt ins Freie, wo sie in Grünanlagen Erholung finden. Spaziergänge, sportliche Aktivitäten und Naturbeobachtung in abwechslungsreich gestalteten Grünanlagen bieten eine willkommene Abwechslung vom eingeschränkten Alltag.

Im Sinne der Umweltgerechtigkeit ist das Vorhandensein von Grünflächen für alle Bürger entscheidend. Kurze Wege ins Grün kennzeichnen die Stadt der Zukunft, wobei sowohl die Qualität als auch die Quantität der Freiräume eine Rolle spielen. Kommunen benötigen daher ausreichende Finanzmittel und Planungssicherheit für eine langfristig gesicherte Grünpflege.

Ein Förderprogramm muss auf Kontinuität ausgerichtet sein und über mehrere Jahre laufen, um den über 10.000 Gemeinden in Deutschland die notwendigen Investitionen in Grün zu ermöglichen. Ein solches Bundesprogramm für Grün leistet einen Beitrag zur Biodiversitätsstrategie und erzeugt konjunkturpolitische Effekte. Die grünen Branchen bieten sichere Arbeits- und Ausbildungsplätze, und ihre kleinen und mittleren Betriebe sowie Planungsbüros sind wichtige Stützen der Wirtschaft.

20.05.2020

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