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VGL Bayern: Erfolgreiches Jahr und Weichenstellung für die Zukunft

Der VGL Bayern blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2015 zurück und stellt die Weichen für die Zukunft. Die Mitgliederversammlung beschloss Präsidiumsänderungen und hörte einen Vortrag zum Klimawandel. Der GaLaBau verzeichnete ein Umsatzwachstum und stabile Ausbildungszahlen.

Positive Entwicklung im Garten- und Landschaftsbau in Bayern

Ulrich Schäfer, Präsident des VGL Bayern, berichtete über ein erfolgreiches Jahr 2015 für den Garten- und Landschaftsbau (GaLaBau) in Bayern. Der milde Winter trug zu einem Umsatzanstieg von 4 % auf 913 Millionen Euro bei, verglichen mit 878 Millionen Euro im Vorjahr. Die Mitglieder des VGL Bayern erwirtschafteten davon 591 Millionen Euro. Schäfer äußerte die Zielsetzung, den Umsatz im bayerischen GaLaBau auf eine Milliarde Euro zu steigern, wobei das Privatkundengeschäft mit knapp 60 % eine wesentliche Rolle spiele.

Die Zahl der Berufsanfänger im GaLaBau in Bayern blieb 2015 mit 466 Ausbildungsverhältnissen stabil (2014: 465). Aktuell sind 1.220 Auszubildende in diesem Bereich tätig, was etwa 63 % aller gärtnerischen Fachsparten entspricht. Schäfer dankte den Ausbildungsbetrieben und Ausbildern für ihr Engagement. Er hob zudem besondere Initiativen hervor, darunter den Einsatz von „Azubi-Botschaftern“ in Schulen, das Programm „GaLaBau goes Britain“ für Praktika und Studienreisen sowie die „Talentschmiede der bayerischen Landschaftsgärtner“ an der DEULA.

Im Jahr 2015 war der Verband gemeinsam mit Ausbildungsbetrieben auf über 45 Berufsmessen präsent und unterstützte mehr als 90 Betriebe bei ihren Auftritten. Schäfer würdigte die Zusammenarbeit mit der DEULA Bayern GmbH und der Akademie Landschaftsbau Weihenstephan GmbH im Bereich Aus- und Fortbildung. Er hob die Leistungen eines Teams der Firma Gaissmaier Landschaftsbau GmbH & Co. KG hervor, das den Oskar-Augustin Cup an der DEULA Bayern gewann und deutscher Vizemeister beim bundesweiten Landschaftsgärtner-Cup auf der Bundesgartenschau wurde.

Schäfer erinnerte auch an die erstmalige Aufnahme von „Grün in Städten“ in die Präambel der Verwaltungsvereinbarung zur Städtebauförderung im Jahr 2015. Er betonte die Bedeutung von Grün- und Freiräumen für Umwelt-, Klima- und Ressourcenschutz, biologische Vielfalt, Gesundheit und sozialen Zusammenhalt. Des Weiteren begrüßte er das im Juni 2015 veröffentlichte „Grünbuch Stadtgrün: Grün in der Stadt – für eine lebenswerte Zukunft“, das eine Bestandsaufnahme der grünen Infrastruktur in städtischen Räumen darstellt.

Wir begrüßen, dass das Stadtgrün damit erstmals auf der Ebene der Bundesregierung und der Landesregierungen die notwendige Wertschätzung erfährt, die ihm für die Zukunftsfähigkeit der Städte gebührt. In dem nun eigeleiteten Weißbuch-Prozess – den wir als grüne Verbände aktiv begleiten – gilt es, konkrete Handlungsstrategien zu entwickeln, aus denen Maßnahmen zur Planung, Entwicklung und Pflege grüner Freianlagen und deren Finanzierung abgeleitet werden können. Ein Schwerpunkt ist dabei insbesondere auf die Vegetationsflächen und deren nachhaltige Pflege zu legen,

resümierte Schäfer.

Anerkennung von Staatsministerium und BGL für die Verbandsarbeit

Gerhard Eck, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium des Innern, sprach den Anwesenden seinen Respekt für die Verbandsentwicklung aus und dankte dem Präsidium für den ehrenamtlichen Einsatz.

Der Bedarf an Grünflächen wächst in der Gesellschaft und die Nachfrage im privaten Bereich steigt. Dazu hat der Verband maßgeblich beigetragen,

fasste Eck zusammen. Ursula Heinen-Esser, Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbandes Garten- und Landschaftsbau e. V. (BGL), würdigte ebenfalls die Leistungen des VGL Bayern als einen der stärksten Landesverbände in Deutschland. Sie referierte zu Themen wie dem neuen Vergaberecht, Erbschaftssteuer und Unternehmensnachfolge, Prozesszertifizierung Holz sowie Bauvertragsrecht.

Joachim Eichner, seit September 2015 Vizepräsident im BGL, stellte Schwerpunkte seines Ressorts Tarif und Betriebswirtschaft vor, darunter den „GaLaBau-Unternehmenscheck“ zur Qualitätssicherung. Lutze von Wurmb, BGL-Vizepräsident für Europa, erläuterte die Hintergründe der PR- und Imagekampagne und verwies auf die Charta „Zukunft Stadt und Grün“ sowie die bundesweite Roadshow NATOUR. Er betonte zudem die Attraktivität des Berufsbildes im Garten- und Landschaftsbau, auch im Hinblick auf den Tarifabschluss vom 1. März 2016.

Roland Albert, Präsident des Bayerischen Gärtnerei-Verbandes e. V., begrüßte die Entwicklung der Landesvereinigung Gartenbau Bayern e. V. als schlagkräftige Gemeinschaft. Er hob hervor, dass durch die Bündelung der Interessen des bayerischen Gartenbaus die Wohlfahrtswirkung von Gärten und Landesverschönerung einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden könne.

Gartenbau heißt das Erschaffen einer Wohlfühlatmosphäre. Neben dem Garten- und Landschaftsbau tragen hierzu auch der Zierpflanzenbau, die Staudengärtnereien, Friedhofsgärtnereien, Baumschulen sowie der Gemüsebau und Obstbau bei,

so Albert.

Ehrungen und Verbandsentwicklung im VGL Bayern

Mehrere VGL Bayern-Mitgliedsunternehmen wurden für ihre Themengärten auf der Bayerischen Gartenschau 2015 in Alzenau ausgezeichnet: Gerhard Eichner Garten- und Landschaftbau GmbH, Garten Kern – Gartengestaltung, Werner Gartengestaltung e.K. sowie Garten- und Landschaftsbau Vogt. Auch auf der Landesgartenschau in Bayreuth 2016 werden sich Mitgliedsbetriebe mit Mustergärten beteiligen.

Für 50 Jahre Verbandszugehörigkeit in den Jahren 2014 und 2015 erhielten folgende Betriebe eine Jubiläumsurkunde: Wolfgang Danner Garten- und Landschaftsbau, Fuchs baut Gärten GmbH, John GmbH Garten- und Landschaftbau, May Landschaftsbau GmbH & Co. KG, Garten- und Landschaftsbau Milzarek, Wilhelm Reuter Garten- und Landschaftsbau GmbH, Hartmut Wieland Garten- & Landschaftsbau.

Rudolf Walter Klingshirn, Verbandsdirektor des VGL Bayern, präsentierte den Geschäftsbericht 2015. Zum 1. Januar 2016 waren 537 ordentliche und außerordentliche Mitglieder im Verband organisiert (Vorjahr: 525). Die Mitglieder verteilten sich regional wie folgt: Oberbayern 239, Mittelfranken 62, Schwaben 60, Niederbayern 52, Unterfranken 47, Oberfranken 40 und Oberpfalz 37. Klingshirn zeigte sich zuversichtlich, bis 2017 das 550. Mitglied begrüßen zu können.

Zu den Schwerpunkten der Verbandsgeschäftsstelle und der Landschaftsbau Service Bayern GmbH im Jahr 2015 zählten die Erstellung von Informationsmaterialien, Rechtsberatung, gerichtliche Vertretung, technische Beratung, Fachseminare sowie Aktivitäten zur Nachwuchswerbung, Berufsausbildung und Fort- und Weiterbildung. Gerhard Zäh, VGL Bayern-Vizepräsident und Schatzmeister, erläuterte die Eckzahlen der Jahresrechnung 2015, woraufhin die Entlastung durch die Mitgliederversammlung erfolgte.

Anträge und Präsidiumserweiterung für zukünftige Herausforderungen

Das Präsidium des VGL Bayern beantragte die Verlängerung der Image- und PR-Kampagne um weitere drei Jahre (2017–2019). Ulrich Schäfer begründete dies mit den Erfolgen der Kampagne, die das Image des Landschaftsgärtners verbessert und den Umsatz im Privatkundengeschäft positiv beeinflusst habe.

Unser Signum als Erkennungszeichen der Fachbetriebe im GaLaBau hat an Bekanntheit zugenommen und soll auch noch weiter zunehmen. Eine Unterbrechung oder Verzögerung der werbewirksamen Maßnahmen mache die Anstrengungen der Mitgliedsbetriebe in den vergangenen 14 Jahren aber schnell zunichte,

erklärte Schäfer. Ein weiterer Antrag betraf die Neufassung der Verbandssatzung. Hierbei wurden Paragrafen zusammengefasst und redaktionelle Änderungen vorgenommen. Eine wesentliche Änderung war die Erhöhung der Vizepräsidenten von zwei auf drei, um die steigenden Anforderungen zu verteilen. Zudem wurde die Möglichkeit der Kooptation weiterer Präsidiumsmitglieder geschaffen.

Die Kooptation unterliegt der Bestätigung durch die Mitgliederversammlung und soll ermöglichen, einzelne Mitglieder an die Ehrenamtstätigkeit heranzuführen,

erläuterte Ulrich Schäfer. Das Wiederwahlrecht für Präsidiumsmitglieder und Regionalvorsitzende wurde auf zwei Wiederwahlen beschränkt. Beide Anträge wurden von der Mitgliederversammlung mit großer Zustimmung angenommen.

Pia Präger wurde nach Ablauf ihrer Wahlperiode als Präsidiumsmitglied bestätigt. Gerhard Zäh legte seine Aufgaben als Schatzmeister nieder und stellte sich für die Neuwahl des dritten Vizepräsidenten mit den Aufgabenbereichen Stadtentwicklung und Öffentlichkeitsarbeit zur Verfügung. Karl Artinger kandidierte als Nachfolger von Gerhard Zäh für das Amt des Schatzmeisters und Vizepräsidenten. Beide wurden in ihren neuen Positionen bestätigt. Dietmar Lindner (Regionalvorsitzender Unterfranken) wurde im Rahmen der Kooptation als weiteres Mitglied ins Präsidium aufgenommen. Abschließend präsentierte Karl Artinger den Haushaltsplan für 2016.

Sven Plöger referiert zum Klimawandel und weitere Aktivitäten

Nach einer Pause hielt der Diplom-Meteorologe Sven Plöger einen Vortrag zum Thema „Klimawandel: Gute Aussichten für morgen?“. Er beleuchtete den Umgang mit Ressourcen, den Unterschied zwischen Wetter und Klima, die Rolle des arktischen Eises, die öffentliche und wissenschaftliche Wahrnehmung des Klimawandels sowie die Energiewende und Klimapolitik.

Claus Ammer, Geschäftsführer der DEULA Bayern GmbH und der Akademie Landschaftsbau Weihenstephan GmbH, berichtete über die positive Entwicklung und Aktivitäten in der Berufs- und Fortbildung. Während der Mitgliederversammlung präsentierten 15 Fördermitglieder an ihren Informationsständen Produkte und Dienstleistungen rund um den GaLaBau.

10.03.2016

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