Bodenpflege, Dünger und Substrate

Wachstumsregulatoren im Rasenmanagement: Effizienz und Qualitätssteigerung

Wachstumsregulatoren sind im Greenkeeping von Sportrasenflächen, insbesondere in den USA, eine etablierte Praxis zur Reduzierung des Pflegeaufwands und zur Verbesserung der Grasqualität. In Deutschland sind Trinexapac-ethyl und Prohexadion-Calcium zugelassen, die das Längenwachstum der Gräser temporär hemmen.

Einsatz und Wirkungsweise von Wachstumsregulatoren

Der Einsatz von Wachstumsregulatoren ist im Greenkeeping von Sportrasenflächen, insbesondere in den USA, eine etablierte Praxis. Ziel dieser Anwendungen ist es, den Pflegeaufwand zu reduzieren und die Qualität der Gräser zu verbessern. Dies umfasst Aspekte wie Narbendichte, Farbaspekt und die Stresstoleranz der Rasenflächen, was besonders im Golfsport von Bedeutung ist.

In Deutschland sind derzeit zwei Wirkstoffe für den Einsatz im Rasen zugelassen oder genehmigt: Trinexapac-ethyl und Prohexadion-Calcium. Bei der Anwendung sind landesspezifische Regelungen zu beachten. Beide Wirkstoffe blockieren temporär die Biosynthese des Wachstumshormons Gibberellin, was zu einer vorübergehenden Reduzierung des Längenwachstums der Gräser führt.

Diese Wachstumshemmung ermöglicht eine Senkung des Pflegeaufwands, der Entsorgungskosten und der CO2-Emissionen. Praxisversuche haben gezeigt, dass beispielsweise der Wirkstoff Prohexadion-Calcium, enthalten im Wachstumsregulator Regalis von COMPO EXPERT, langfristig zu einem gleichmäßigeren Gräserbestand und besseren Spieleigenschaften beitragen kann. Dies geschieht unter anderem durch die Schwächung unerwünschter Fremdgräser.

Ein weiterer wichtiger Aspekt für die Funktionalität von Rasenflächen ist die Förderung der Wurzelentwicklung. Durch die Hemmung des oberirdischen Längenwachstums stehen die gebildeten Kohlenhydrate vermehrt den Wurzeln zur Verfügung. Die positiven Effekte von Regalis sind auch für die Produktion von Rollrasen relevant.

Aktuelle Untersuchungen deuten zudem auf eine Förderung der Triebanzahl hin. Dieser Effekt ist besonders in schattigen Bereichen von Fußballstadien von großer Bedeutung, da dort unter zusätzlicher Belastung häufig eine verstärkte Degeneration der Narbendichte auftritt.

20.07.2011

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