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Was verraten Wolken über das Wetter?

Von Cirrus bis Cumulonimbus: Unterschiedliche Wolkenarten geben klare Hinweise auf Regen, Gewitter oder Dauerbewölkung. Wer sie richtig deutet, kann Wetterumschwünge frühzeitig erkennen.

Wolkenarten erkennen und Wetter richtig deuten

Nimbostratus, Altocumulus oder Cumulonimbus – hinter diesen Begriffen verbergen sich unterschiedliche Wolkenarten, die konkrete Hinweise auf das bevorstehende Wetter geben. Für den Garten- & Landschaftsbau lohnt sich der Blick zum Himmel, denn viele Wolkenformen lassen sich eindeutig deuten.

Je nach Höhe, Struktur und Färbung kündigen Wolken Regen, Gewitter oder stabile Wetterlagen an. Birgit Heck, Sprecherin der Unternehmenskommunikation von WetterOnline, erläutert die wichtigsten Wolkentypen und ihre Bedeutung.

Hohe Wolken: Vorboten von Fronten und Gewittern

Cirrus-Wolken entstehen in fünf bis 13 Kilometern Höhe und bestehen aus Eiskristallen. Sie erscheinen als feine, faserige Federwolken und kündigen häufig eine Warmfront mit Regen an.

Cirrocumulus zeigt sich als dünne, regelmäßig angeordnete Felder kleiner Wolkenteile. Auch sie bilden sich in großer Höhe und können kräftige Gewitter ankündigen.

Cirrostratus-Wolken entstehen, wenn warme Luft auf kältere aufgleitet. Sie sind oft so dünn, dass die Sonne durchscheint und Halos sichtbar werden. Meist folgt auf diese Schleierwolken anhaltender Regen.

Mittelhohe Wolken: Hinweise auf wechselhaftes Wetter

Altocumulus, auch als Schäfchenwolken bekannt, treten in zwei bis sieben Kilometern Höhe auf. Sie bestehen aus unterkühlten Wassertropfen und kündigen besonders im Sommer nicht selten einen gewittrigen Tag an.

Altostratus erscheint bläulich bis grau und bedeckt häufig große Himmelsbereiche. Verdichten sich diese Wolken, ist Regen meist nicht mehr fern.

Tiefe Wolken: Regen, Sprühregen und Dauerbewölkung

Stratocumulus ist die häufigste Wolkenart. Sie tritt bis in zwei Kilometer Höhe auf und besteht aus Regen- oder Schneetröpfchen. Meist bringt sie wechselhafte, aber nicht unbedingt ergiebige Niederschläge.

Stratus-Wolken bilden eine eintönige, tiefhängende Schicht. Besonders im Herbst und Winter treten sie häufig auf und können Sprühregen mit sich bringen.

Nimbostratus gilt als klassische Schlechtwetterwolke. Wer sie am Himmel sieht, muss nahezu immer mit Regen oder Schnee rechnen.

Quellwolken mit Potenzial

Cumulus-Wolken sind klar abgegrenzt und leuchtend weiß. Im Sommer können sie sich zu Gewitterwolken entwickeln. Eine einzelne Cumuluswolke mit etwa 100 Metern Ausdehnung bringt es auf ein Gewicht von fünf bis zehn Tonnen – das entspricht bis zu 10.000 Litern Wasser.

Der Cumulonimbus ist die mächtigste Wolkenform. Er kann über zehn Kilometer hoch aufragen und reicht durch alle Wolkenstockwerke. Charakteristisch ist die ambossförmige Ausprägung des „Cumulonimbus capillatus“. Unter ihm kommt es zu Starkregen, Hagel und Sturmböen.

Aktuelle Bewölkungs- und Wetterinformationen sind online, per App sowie über die Wetterstation wetteronline home verfügbar. Auch über Sprachassistenten lassen sich Wetterdaten abrufen.

02.09.2020

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