Nachhaltige Wassernutzung und Schwammstadt-Prinzip im Fokus
Der Fachverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (FGL S.-H.) präsentierte sich vom 6. bis 10. September auf der NordBau in Neumünster. Auf einer Fläche von 130 Quadratmetern war der Verband Teil der Sonderschau „Wasser & Bauen“, die sich der Ressource Wasser und einer resilienten Wasserwirtschaft widmete. Der FGL S.-H. sprach sich dabei für das Prinzip der Schwammstadt und einen nachhaltigen Umgang mit Wasser und Baumaterialien aus.
Unterstützt wurde der FGL S.-H. von seinem Fördermitglied ACO, der Baumschule Lorenz von Ehren, dem Fachbetrieb Weitzel Sportstättenbau, der Firma Strube & Kaden GmbH Natural Landscapers sowie weiteren Mitgliedsbetrieben. Die Sonderschau „Wasser & Bauen“ fokussierte sich auf Themen wie Starkregen, Hochwasserschutz, Wasserversorgung und Umweltschutz. Ziel war es, Lösungen für ein effizientes Wassermanagement aufzuzeigen, um auf Veränderungen im Wetter und Klima reagieren zu können.
Der Beitrag des FGL S.-H. in Halle 4 stellte das Konzept der Schwammstadt in den Mittelpunkt. Dieses Konzept zielt darauf ab, Regenwasser in Städten gezielt zu sammeln und flexibel nutzbar zu machen. ACO, als Fördermitglied des FGL S.-H., demonstrierte hierzu ein modulares Rigolensystem. Dieses System speichert Regenwasser unterirdisch und stellt es bei Bedarf zur Bewässerung von Bäumen bereit. In Kombination mit Feuchtsensoren, solarbetriebenen Pumpen und verschiedenen Bewässerungstechniken im Wurzelraum entsteht ein Baumschutzsystem, das optimale Wachstumsbedingungen für Bäume schaffen soll.
Landschaftsgärtnerinnen und Landschaftsgärtner arbeiten in ihrer täglichen Arbeit mit vielen weiteren Lösungen und Strategien, die einen bewussten, nachhaltigen Umgang mit Wasser fördern. Dachbegrünungen zum Beispiel lassen Regenwasser auf natürliche Art und Weise versickern und schaffen grüne Ausgleichsareale für versiegelte Flächen.
Dies erklärte Achim Meierewert, Geschäftsführer des FGL S.-H. Am Messestand des FGL S.-H. wurden zudem innovative Lösungen aus dem Sportplatzbau gezeigt, präsentiert vom Fachbetrieb Weitzel Sportstättenbau. Dazu gehörten komplett recycelbarer Kunstrasen und ein Bewässerungssystem für Hockeyplätze, das ohne Wasser auskommt und somit einen sparsamen Umgang mit der Ressource Wasser ermöglicht.
Politische Präsenz und Nachhaltigkeit im Fokus
Die Ausstellungsfläche des FGL S.-H. zog neben privaten und gewerblichen Besuchern auch Vertreter aus Politik und Verwaltung an. Am Eröffnungstag besuchte Tobias Goldschmidt, Minister für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur des Landes Schleswig-Holstein, den Stand und diskutierte mit den anwesenden Mitarbeitern des Landesverbandes und Vertretern des FGL-Präsidiums.
Am 7. September trafen sich Repräsentanten des Bundesvorstands des Bundes Deutscher Baumeister und des Neumünsteraner Bauausschusses am Stand der Landschaftsgärtner mit Schülern, die sich im Rahmen der Messe nordjob-Bau über Berufe im GaLaBau informierten. Auch am Freitag empfing der FGL S.-H. offiziellen Besuch: Tobias von der Heide, Staatssekretär im schleswig-holsteinischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus, kam in Begleitung von Torsten Conradt, dem Leiter des Landesbetriebes Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein. Zudem besuchten die schleswig-holsteinische Landtagspräsidentin Kristina Herbst und eine Delegation der türkischen Handelskammer den Stand.
Der Messeauftritt des FGL S.-H. demonstrierte, dass die landschaftsgärtnerischen Fachbetriebe Nachhaltigkeit nicht nur thematisieren, sondern auch praktizieren. Alle verwendeten Materialien für den Standbau waren recycelbar und wurden größtenteils wiederverwendet. Thomas Narzynski, der den Messestand für den FGL S.-H. betreute, erläuterte: „Die Rückwand unseres Standes haben wir mit einem recycelten Vlies bespannt, auf das ein Mauerwerk gedruckt war. Unsere Sitzhocker sind aus Pappe und der Standboden wird ebenso wiederverwendet wie der Kunstrasen, den die Firma Weitzel ausgelegt hat.“ Ein Lastenfahrrad, das Teil einer urbanen Szenerie war, symbolisierte zusätzlich einen umweltfreundlichen Lebensstil und rahmte den Messebeitrag der Firma ACO.
Am Ende der NordBau zogen der schleswig-holsteinische Landesverband und seine Partner ein positives Fazit. Thomas Narzynski resümierte: „Ob potenzielle Nachwuchskräfte, Auftraggeber:innen oder Entscheider:innen aus der Politik und den Kommunen; Wir haben auf der NordBau genau die Zielgruppen erreicht, die für uns relevant sind.“ Achim Meierewert ergänzte:
Die Themen Nachhaltigkeit und Klimawandel werden immer wichtiger, und wir haben auf der NordBau einmal mehr gezeigt, dass der Garten- und Landschaftsbau hier eine zentrale Rolle spielt und wichtige Aufgaben der Zukunft übernimmt!


