Allgemeines, Beratung und Planung

Bankkonzept als Instrument zur Kreditsicherung

Banken verschärfen ihre Anforderungen an die Kreditsicherung. Ein durchdachtes Bankkonzept kann Unternehmen helfen, auch in schwierigen Zeiten die Finanzierung zu sichern und als verlässlicher Partner wahrgenommen zu werden.

Herausforderungen für Unternehmen bei der Kreditsicherung

Finanzdienstleister haben ihre Anforderungen an die Absicherung von Kreditrisiken durch Eigenkapital seit der Einführung von Basel II erhöht. Dies führt dazu, dass Banken und Sparkassen die Ratings ihrer gewerblichen Kunden, die sogenannten IRB-Ansätze (internal rating based), restriktiver handhaben. Insbesondere Unternehmen, die Kreditlinien nutzen und deren Umsätze bei gleichbleibenden Kosten über längere Zeit rückläufig sind, sind davon betroffen. Ein sinkendes Rating kann die Folge sein.

Eine Umfrage des Bundesverbandes mittelständischer Wirtschaft (BVMW) unter rund 1300 Unternehmern unterschiedlicher Branchen zeigt, dass jedes zweite mittelständische Unternehmen in Deutschland in den letzten zwölf Monaten negative Erfahrungen mit seinem Kreditinstitut gemacht hat. Die Befragten beklagen, dass Banken mehr Sicherheiten verlangen, weniger Neukredite anbieten, Informationspflichten verschärfen und die Zinsmarge erhöhen.

Wenn die Hausbank Druck macht und schlimmstenfalls mit der Kündigung der Kreditlinie droht, lässt sich mit einem Bankkonzept gegensteuern. Das ist zwar kein Allheilmittel, die Banker erkennen aber, dass sich der Unternehmer pro-aktiv mit seiner finanziellen Situation auseinandersetzt und über das Basiswissen für eine erfolgreiche Geschäftsführung verfügt. Zumindest eine Schonfrist kann man dabei herausschlagen.

Dies erklärt Dr. Thomas Lehmann von der Becker von Buch Unternehmensberatung. Ein solches Bankkonzept sollte fünf zentrale Punkte ausführlich behandeln:

1. Entwicklung des Unternehmens

Dieser Abschnitt umfasst Jahresbilanzen, Gewinn- und Verlustrechnungen sowie betriebswirtschaftliche Auswertungen. Zusätzlich sind Angaben zu chronologischen Veränderungen bei der Belegschaft, Produktionsanlagen oder Geschäftsräumen relevant. Ziel ist es, den Finanzinstituten zu verdeutlichen, dass sich das Unternehmen trotz möglicher Rückschläge erfolgreich am Markt behauptet hat.

2. Lage des Unternehmens und Kundenstruktur

Für Einzelhändler ist dieser Punkt von besonderer Bedeutung. Die Zukunftsaussichten eines Geschäfts, das beispielsweise in einem unterprivilegierten Stadtteil liegt und Produkte des täglichen Bedarfs unter hohem Wettbewerbsdruck anbietet, könnten negativ bewertet werden. Positive Aussichten ergeben sich hingegen, wenn das Unternehmen nachfragestarke Produkte vertreibt, über hohe Expertise verfügt und eine überwiegend gutsituierte Kundenstruktur aufweist. Eine realistische Darstellung ist hierbei entscheidend, da Banken und Sparkassen über Vergleichsdaten der Konkurrenz verfügen.

3. Strategische Ausrichtung

Die langfristige Ausrichtung des Unternehmens muss Erfolg versprechend sein. Eine klare und überzeugende Strategie, beispielsweise zur Erschließung neuer Zielgruppen, kann einen Banker überzeugen.

4. Unternehmenskonzept zum "Change Management"

Befindet sich ein Unternehmen in einer schwierigen Lage, sind konkrete und nachvollziehbare Maßnahmen gefragt, die eine Trendwende ermöglichen. Dazu gehören beispielsweise die Ausweitung des Sortiments, verbesserte Einkaufskonditionen, neue Dienstleistungen, aber auch Personalabbau und Einsparungen bei Löhnen und Gehältern.

5. Betriebswirtschaftliche Zukunftsplanung

Dieser Punkt konzentriert sich auf Zahlen. Eine realistische Hochrechnung der Einnahmen und Ausgaben für das laufende Jahr sowie eine Prognose für die kommenden drei Jahre sind essenziell. Ergänzt werden sollte dies durch eine Liquiditätsplanung und einen Soll-Ist-Vergleich auf Monatsbasis.

Mit einem insgesamt optimistischen und belastbaren Bankkonzept wird man zu einem gern gesehenen Gesprächspartner. Wenn dann noch das Meeting in einer entspannten Atmosphäre abläuft, stehen die Chancen für eine positive Bewertung des eigenen Unternehmens ausgesprochen gut.

So Lehmann abschließend.

Über die Becker von Buch Unternehmensberatung GmbH

Die Becker von Buch Unternehmensberatung GmbH ist eine Unternehmensberatung, die sich auf die Belange kleiner und mittelständischer Unternehmen spezialisiert hat. Seit ihrer Gründung im Jahr 1991 durch Johannes Ullrich Becker von Buch ist das Unternehmen von vier auf über 290 Mitarbeiter und Partner angewachsen. Damit zählt Becker von Buch zu den größten Unternehmensberatungen für kleine und mittelständische Unternehmen im deutschsprachigen Raum.

Das Unternehmen hat durch langjährige Erfahrung Know-how in verschiedenen Branchen gesammelt, das den Klienten vermittelt wird. Die Becker von Buch Unternehmensberatung GmbH hat ihren Hauptsitz in Hannover, Deutschland, und verfügt über 100%ige Tochtergesellschaften in Innsbruck, Österreich, und Zürich, Schweiz. Zudem ist sie in mehreren deutschen und europäischen Großstädten mit Repräsentanz-Büros vertreten.

05.07.2010

Weitere Informationen erhalten Sie hier:

Becker von Buch Unternehmensberatung GmbH

Maschstraße 7
30169Hannover
Deutschland

Tel.:+49 (511) 988440
Fax:+49 (511) 9884499

E-Mail:
Web: 

Zurück