Praxisorientierte Empfehlungen für mehr Gesundheit in Städten
Die gesundheitlichen Belange der Bevölkerung finden in kommunalen Planungsprozessen, wie der Grün- und Freiraumplanung, der Lärmaktionsplanung und der Stadtentwicklung, oft nicht ausreichend Berücksichtigung. Ein Grund hierfür ist die mangelnde Kooperation zwischen Planenden und Akteuren des Gesundheitssektors.
Im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA) hat das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) in Zusammenarbeit mit LK Argus und der Hochschule für Gesundheit Bochum eine Publikation für die kommunale Praxis erstellt. Diese Veröffentlichung mit dem Titel „Gemeinsam planen für eine gesunde Stadt“ bietet praxisorientierte Empfehlungen, wie Gesundheitsschutz und -förderung für die Stadtbevölkerung künftig besser berücksichtigt werden können.
Kooperation und vulnerable Gruppen im Fokus
Die Publikation thematisiert passende Kooperationsformen für verschiedene Akteure. Ein besonderer Fokus liegt auf der Situation mehrfach belasteter Gebiete und den Bedürfnissen vulnerabler Bevölkerungsgruppen.
Neben Beispielen aus der kommunalen Praxis enthält die Veröffentlichung Hinweise auf weitere Fachpublikationen, die Planungsinstrumente detailliert beschreiben. Zudem werden notwendige Veränderungen der Rahmenbedingungen aufgezeigt, um gesundheitliche Belange in den Kommunen stärker zur Geltung zu bringen.
Die Anregungen und Tipps richten sich an Mitarbeitende von Gesundheitsbehörden, Gesundheitsämtern und kommunalen Ämtern, die für die Bereiche Lärm, Grün und Stadtentwicklung zuständig sind. Ebenso angesprochen werden gesundheitsrelevante Akteure in der Zivilgesellschaft, in Gesundheitskonferenzen, Verbänden, Krankenkassen sowie in der Kommunalpolitik.
Die Broschüre „Gemeinsam planen für eine gesunde Stadt – Empfehlungen für die Praxis“ entstand im Rahmen des Projekts „Kooperative Planungsprozesse zur Stärkung gesundheitlicher Belange – modellhafte Erprobung und Entwicklung von Ansätzen zur nachhaltigen Umsetzung“ (FKZ 3719 15 2010).
