Wirtschaftliche Entwicklung im GaLaBau NRW
Die wirtschaftliche Situation der Garten- und Landschaftsbaubetriebe in Nordrhein-Westfalen zeigt nach Rückgängen im Herbst 2008 und Frühjahr 2009 eine Stabilisierung und leichte Verbesserung. Dies geht aus der Herbst-Konjunkturumfrage des Verbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Nordrhein-Westfalen (GaLaBau NRW) hervor.
Auftragslage und Mitarbeiterentwicklung
Die Auftragslage hat sich im Vergleich zum Vorjahr leicht verbessert und wird von den Betrieben positiver eingeschätzt als noch im Frühjahr 2009. Auch die Anzahl der Mitarbeiter in den Mitgliedsunternehmen ist seit dem Frühjahr 2009 leicht gestiegen.
„So ist festzustellen, dass sich die Auftragslage gegenüber dem letzten Jahr etwas verbessert hat und dies auch von den Betrieben besser als im Frühjahr 2009 eingeschätzt worden ist.“
Dies kommentiert Dr. Karl Schürmann, Geschäftsführer des GaLaBau NRW in Oberhausen, die Ergebnisse der Umfrage.
Preisdruck und Zahlungsverhalten
Ein weiterhin bestehendes Problem ist der Preisdruck, insbesondere bei öffentlichen Auftraggebern sowie in Gewerbe und Industrie. Die im Frühjahr 2009 festgestellten schlechteren Werte konnten bis zum Herbst nicht entscheidend verbessert werden. Dies betrifft Arbeiten für Kommunen, Gewerbe und private Auftraggeber gleichermaßen.
Positiv ist hingegen die Entwicklung des Zahlungsverhaltens der Kunden. Nach einem deutlichen Einbruch im vergangenen Winterhalbjahr hat sich dieses nicht weiter verschlechtert, sondern leicht verbessert.
„Es ist allerdings immer noch unzureichend angesichts der Kosten, die die Fachunternehmen vorfinanzieren müssen.“
So Dr. Schürmann zur aktuellen Situation.
Auftragsvergabe und Zukunftsaussichten
Eine leichte Verbesserung ist auch bei der Vergabe von Aufträgen an die Fachunternehmen zu verzeichnen. Die durchschnittliche Anzahl der abgegebenen Angebote bei öffentlichen Submissionen, um einen Auftrag zu erhalten, ist von 18 auf 16 gesunken. Im Bereich der privaten und freihändigen Vergabe bleiben die Werte unverändert; hier führt durchschnittlich jedes sechste Angebot zu einer Auftragserteilung.
Die Betriebsinhaber zeigen sich wieder optimistischer hinsichtlich der Zukunftsaussichten ihrer Unternehmen. Seit der Frühjahrsumfrage ist eine erste Trendwende erkennbar. Für das aktuelle Jahr und die kommenden fünf Jahre äußern die Mitgliedsunternehmen wieder optimistischere Erwartungen für den eigenen Betrieb und die Branche.
„Im Hinblick auf die Zukunftsaussichten ihrer Unternehmen sind die Betriebsinhaber wieder optimistischer – seit der Frühjahrsumfrage ist eine erste Trendwende deutlich feststellbar.“
Betont Dr. Schürmann.