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Platterbsen-Mörtelbiene: Eine anpassungsfähige Wildbiene im Porträt

Die Platterbsen-Mörtelbiene ist eine mittelgroße Wildbiene mit gedrungenem Körper und dunklen Querstreifen. Sie besiedelt vielfältige Lebensräume und bevorzugt wärmebegünstigte Gebiete mit reichem Blütenangebot. Erfahren Sie mehr über ihre Anpassungsfähigkeit und ihr Nistverhalten.

Lebensweise und Besonderheiten der Platterbsen-Mörtelbiene

Die Platterbsen-Mörtelbiene (Megachile ericetorum LEPELETIER, 1841) zeichnet sich durch einen gedrungenen, leicht ovalen Körper und dunkle Querstreifen auf dem hellbraunen Hinterleib aus. Ihr pelziges Erscheinungsbild wird durch eine helle Bauchbürste geprägt. Mit einer Größe von 13 bis 15 Millimetern zählt sie zu den mittelgroßen Wildbienenarten. Diese Art ist anpassungsfähig und besiedelt verschiedene Lebensräume, darunter sonnige Waldränder, Lichtungen, Bachläufe, Gärten und Parks. Sie bevorzugt wärmebegünstigte Gebiete, die ihr geeignete Nistplätze und ein reiches Blütenangebot bieten.

Nistverhalten und Nahrungssuche

Die Platterbsen-Mörtelbiene legt ihre Nester in unterschiedlichen Hohlräumen an, beispielsweise in Steilwänden, altem Schilfrohr oder Mörtelfugen. Auch Fugen von Fachwerkhäusern und künstliche Nisthilfen werden genutzt. Gelegentlich besiedelt sie auch verlassene Nester von Pelzbienen. Für den Nestbau verwendet sie einen Mörtel aus Lehm und Sand. Die Außenwände der Brutzellen bestehen aus Lehmkügelchen, während die Innenseiten mit einem glasigen Harz ausgekleidet werden, was den Zellen Stabilität verleiht. Die zylindrischen, dickwandigen Zellen sind oft linear angeordnet. Von außen ist bei einem fertigen Nest keine Trennung der einzelnen Brutzellen erkennbar, obwohl sich im Inneren mehrere abgetrennte Kammern befinden.

Für die Versorgung ihres Nachwuchses sammelt die Platterbsen-Mörtelbiene Pollen hauptsächlich von Schmetterlingsblütlern. Dazu gehören der Gewöhnliche Hornklee (Lotus corniculatus), verschiedene Platterbsen (Lathyrus spp.) sowie Hauhecheln (Ononis spinosa und Ononis repens).

Die Kuckucksbiene Goldsaum-Kegelbiene

Die Goldsaum-Kegelbiene (Coelioxys aurolimbatus) ist ein spezifischer Parasit der Platterbsen-Mörtelbiene. Als Kuckucksbiene baut sie keine eigenen Nester. Stattdessen legen die Weibchen ihre Eier in die Brutzellen anderer Wildbienen, vornehmlich Blattschneiderbienen oder Mörtelbienen. Mit ihrem spitz zulaufenden Hinterleib durchbohren sie die Nestverschlüsse der Wirtsnester, um ihre Eier abzulegen. Die Larve der Kegelbiene schlüpft vor der Wirtslarve, tötet diese und ernährt sich anschließend von deren Pollenvorrat. Da Kegelbienen selbst keinen Pollen sammeln, sind sie auf das Vorkommen ihrer Wirtsarten angewiesen.

Förderung der Platterbsen-Mörtelbiene

Zur Unterstützung der Platterbsen-Mörtelbiene können verschiedene Maßnahmen ergriffen werden. Dazu zählen Nisthilfen aus markhaltigen Stängeln oder Holz mit Bohrungen. Offene Bodenstellen und Lehmflächen dienen als Baumaterial. Ein vielfältiges Blütenangebot sichert die Nahrungsgrundlage. Der Verzicht auf Pestizide ist ebenfalls wichtig. Schon kleine naturnahe Flächen in Gärten oder auf Balkonen tragen zum Schutz von Wildbienen bei.

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09.05.2025

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