Naturschutz

Welttag der biologischen Vielfalt: Maßnahmen zur Förderung der Artenvielfalt

Der Welttag der biologischen Vielfalt am 22. Mai erinnert an die Bedeutung des Artenschutzes. Deutschland setzt sich mit der Nationalen Strategie für den Erhalt der heimischen Biodiversität ein, um den Verlust von Tier- und Pflanzenarten zu stoppen.

Hintergrund und Bedeutung des Welttags der Artenvielfalt

Der 22. Mai ist seit über 20 Jahren dem Schutz der biologischen Vielfalt gewidmet. Dieser Gedenktag erinnert an die Zustimmung zum internationalen Übereinkommen über die biologische Vielfalt im Jahr 1992, dem sich auch Deutschland anschloss. Ergänzend dazu wurde 2007 die „Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt“ ins Leben gerufen, die Ziele und Maßnahmen zur Eindämmung des Verlusts der heimischen Biodiversität festlegt.

In Deutschland sind über 48.000 Tierarten, mehr als 9.500 Pflanzenarten und etwa 14.000 Pilzarten beheimatet. Dazu zählen auch über 560 Wildbienenarten, von denen mehr als die Hälfte als bedroht gilt. Viele dieser Lebewesen sind für Ökosystemleistungen wie Bestäubung, Bodenbildung und Klimaregulation unerlässlich.

Praktische Initiativen zur Artenförderung

Die Stiftung für Mensch und Umwelt engagiert sich aktiv für die Förderung der Artenvielfalt. Im Rahmen ihres Projekts „Treffpunkt Vielfalt“ wurden in Zusammenarbeit mit drei Berliner Wohnungsbaugenossenschaften fünf zuvor artenarme Grünflächen an Mietshäusern in Lebensräume für Insekten umgewandelt.

Von den Flächen soll eine Botschaft ausgehen. Überall liest man vom Insektensterben. Da haben wir gesagt, auch wir müssen etwas tun.

Dies erklärte Carsten-Michael Röding, Vorstandsmitglied der Charlottenburger Baugenossenschaft eG. Die Stiftung organisiert zudem den bundesweiten Pflanzwettbewerb „Wir tun was für Bienen!“, der bis zum 31. Juli 2022 zur Teilnahme aufruft. Kinder, Jugendliche und Erwachsene können Beiträge einreichen und Sach- sowie Geldpreise gewinnen.

Um die biologische Vielfalt direkt vor Ort zu fördern, sollten Teilnehmende heimische Pflanzen, Wildstauden, Kräuter und Gehölze wählen. Auch Strukturen wie Sandlinsen und Trockenmauern gehören zu einem Naturgarten, denn drei Viertel der Wildbienen nisten im Boden.

Dies betonte Dr. Corinna Hölzer, Leiterin der Stiftung für Mensch und Umwelt.

Engagement der Stiftung für Mensch und Umwelt

Die gemeinnützige Stiftung für Mensch und Umwelt (SMU) wurde im September 2010 in Berlin gegründet. Sie realisiert eigene Projekte, darunter den Pflanzwettbewerb „Wir tun was für Bienen!“. Seit 2010 lenkt die Stiftung mit der Initiative „Deutschland summt! Wir tun was für Bienen!“ die Aufmerksamkeit auf Maßnahmen gegen das Bienensterben. Es entstand ein Netzwerk aus über 35 Gemeinden, Kommunen und Landkreisen, die sich für eine artenreichere Gestaltung ihrer Regionen einsetzen und die Bevölkerung zur Förderung der biologischen Vielfalt motivieren. Wild- und Honigbienen dienen dabei als „Botschafterinnen“.

21.05.2022

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