Grundwasser als Hauptquelle der Wasserversorgung in Deutschland
Der Weltwassertag am 22. März rückt die Bedeutung von Wasser in den Fokus. In Deutschland liegt der durchschnittliche tägliche Wasserverbrauch pro Person bei 128 Litern. Ein Großteil des Trinkwasserbedarfs wird dabei durch Grundwasser gedeckt.
Im Jahr 2019 entnahmen öffentliche Wasserversorgungsunternehmen 3,3 Milliarden Kubikmeter Wasser aus Grundwasserquellen, was einem Anteil von über 62 % entsprach. Weitere 839 Millionen Kubikmeter, knapp 16 %, stammten aus Uferfiltrat und angereichertem Grundwasser. Fluss-, Seen- und Talsperrenwasser trug mit 738 Millionen Kubikmetern (knapp 14 %) zur Wasserversorgung bei, während Quellwasser 436 Millionen Kubikmeter (8 %) lieferte.
Nitratgehalt im Grundwasser als Qualitätsindikator
Die Qualität des Grundwassers wird unter anderem durch seinen Nitratgehalt bestimmt. Grundwasser mit einem Nitratgehalt von über 50 Milligramm pro Liter ist ohne vorherige Aufbereitung nicht als Trinkwasser nutzbar.
Die Anzahl der Messstellen, die diesen Schwellenwert überschreiten, ist ein Indikator der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie. Im Jahr 2020 zeigten 15,9 % aller Messstellen Werte über 50 Milligramm Nitrat pro Liter. Dieser Anteil hat sich über Jahre hinweg kaum verändert. Hydrologische Gegebenheiten führen dazu, dass sich der Nitratwert im Grundwasser nur langsam reduziert, auch wenn oberirdisch keine neuen Einträge erfolgen.