Herausforderungen und innovative Ansätze im Pflanzenschutz
Der Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel steht zunehmend unter Druck. Dies liegt unter anderem an einer massiven Zunahme von Ungräsern und Pilzkrankheiten, die Wirkungsverluste und Resistenzen gegenüber den Mitteln zeigen. Gleichzeitig werden wichtige Wirkstoffe aufgrund von Zulassungsbeschränkungen eingeschränkt. Chemische Pflanzenschutzmittel dienen traditionell dem Schutz von Kulturpflanzen vor Unkraut, Schädlingen und Krankheiten, um Ertragseinbußen und Ernteausfälle zu verhindern sowie die Qualität des Erntegutes zu sichern.
Neue Ansätze und Diskussionen
Angesichts dieser Herausforderungen sind intelligente und miteinander verzahnte Lösungsmöglichkeiten gefragt. Auf einer wissenschaftlichen Tagung des Dachverbandes Agrarforschung (DAF) am 5. Oktober 2017 in Berlin wurden neue Konzepte und Lösungen vorgestellt und diskutiert. Die Veranstaltung beleuchtete die Situation des Pflanzenschutzes im Ackerbau und im Wald.
Vorgestellt wurden Möglichkeiten der Resistenzzüchtung, der Wirkstoffentwicklung, agrarökologischer Maßnahmen sowie digitaler Innovationen. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Analyse der gesellschaftlichen Diskussion um Pflanzenschutz und moderne Agrartechnologien und deren Auswirkungen.
Zielgruppe und Organisation
Die Tagung richtete sich an Wissenschaftler aller betroffenen Fachrichtungen, Entscheidungsträger aus Politik und Industrie sowie die interessierte Öffentlichkeit. Veranstaltungsort war das Hotel Aquino, Tagungszentrum Katholische Akademie, in Berlin.
Die Tagungsgebühr betrug 50 Euro, für Studenten 30 Euro. Darin enthalten waren die Teilnahme am Fachprogramm sowie Speisen und Getränke während der Tagung. Eine Anmeldung war aus organisatorischen Gründen erforderlich. Das Tagungsprogramm stand online zum Download bereit, wo auch eine Online-Anmeldung möglich war. Anmeldeschluss war der 28. September 2017. Ansprechpartnerin beim DAF war Meike Packeiser.
