Allgemeines

Zukunftsinvestition für den bayerischen Gemüsebau

In Bamberg wurde ein hochmodernes Gemüsebau-Versuchszentrum eröffnet. Es vereint ökologische und konventionelle Forschung, um den bayerischen Gemüsebau zukunftsfähig zu machen und die Wettbewerbsfähigkeit der Erzeuger zu stärken.

Modernes Versuchszentrum in Bamberg eröffnet

In Bamberg wurde das neue Gemüsebau-Versuchszentrum der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau eröffnet. Die Anlage, die rund 2.350 Quadratmeter Gewächshausfläche umfasst, gilt als eine der modernsten Versuchseinrichtungen ihrer Art in Deutschland.

Das Zentrum soll die Forschung in Bereichen wie Pflanzenschutz, Produktionstechnik und Sortenwahl vorantreiben. Eine Besonderheit ist die bundesweit erstmalige Kombination von Versuchsbetrieben für ökologische und konventionelle Forschung an einem Standort.

Forschung und Praxis

Das Zentrum ist eine wertvolle Zukunftsinvestition für den bayerischen Gemüsebau.

Der Freistaat Bayern übernimmt damit eine Vorreiterrolle und trägt zur Wettbewerbsfähigkeit der Erzeuger bei. Angesichts wachsender Anforderungen des Handels und strengerer Umweltauflagen müssen Produktionsverfahren stetig angepasst und optimiert werden.

Die Forschungsergebnisse sollen zügig aufbereitet und den Erzeugerringen für ihre Beratungsarbeit zur Verfügung gestellt werden, um eine schnelle Umsetzung in die Praxis zu gewährleisten. Die Gesamtkosten der Anlage belaufen sich auf fünf Millionen Euro, wovon zwei Drittel aus Bundes- und ein Drittel aus Landesmitteln finanziert wurden.

Gemüsebau in Bayern

In Bayern produzieren etwa 2.700 Betriebe auf einer Anbaufläche von 13.500 Hektar Gemüse, sowohl im Freiland als auch unter Glas. Damit ist Bayern nach Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Niedersachsen der viertgrößte Gemüseerzeuger Deutschlands.

Wichtige Anbaugebiete für Frischgemüse sind das Knoblauchsland, der Raum Albertshofen, Gundelfingen und der Großraum München. Der Schwerpunkt für Verarbeitungsgemüse liegt in Niederbayern. Von den bayerischen Betrieben produzieren 480 auf einer Fläche von 1.200 Hektar Ökogemüse nach den Vorgaben der EU-Öko-Verordnung oder der Ökoverbände.

23.09.2011

Zurück