Grünflächen als Antwort auf den Klimawandel
Die Staatschefs der G7-Staaten thematisieren in Shima den Klimawandel, dessen Auswirkungen sich besonders in Städten bemerkbar machen. Städtische Grünanlagen können hier einen Beitrag zum Klimaschutz und zur Verbesserung des Stadtklimas leisten.
Nach dem Klimaabkommen von Paris sind Maßnahmen zur Abmilderung der Klimawandelfolgen erforderlich. Städtisches Grün kann dazu beitragen, Städte klimasicherer zu gestalten, da die Stadtbevölkerung vom Klimawandel besonders betroffen ist und technische Möglichkeiten zur CO2-Einsparung begrenzt sind.
Hier sind fachgerecht angelegte und gepflegte Grünanlagen gefragt, denn diese haben immense positive Auswirkungen auf das Stadtklima gerade angesichts dauerhaft steigender Temperaturen und erhöhen zudem Lebensqualität, Wohlbefinden, Gesundheit und das soziale Miteinander.
Dies betont Eiko Leitsch, Vizepräsident des Bundesverbandes Garten- und Landschaftbau (BGL) und Vorsitzender des Ausschusses Stadtentwicklung.
Funktionen städtischen Grüns
Städtisches Grün produziert Sauerstoff und reduziert die Feinstaub- und Schadstoffbelastung in der Luft. Eine Buche kann beispielsweise die jährlichen Emissionen eines PKW mit 20.000 km Fahrleistung filtern. Strategisch angelegte Grünflächen können als Kaltluftschneisen fungieren und kühle Luft aus dem Umland in die Städte leiten. Grünflächen, die Wasser versickern lassen, können zudem vor Überflutungen durch Starkregen schützen. Begrünte Dächer und Fassaden können den Energieverbrauch für Klimaanlagen um etwa 20 Prozent senken.
BGL-Initiative „Grün in die Stadt“
Der BGL und seine Landesverbände setzen sich mit der Initiative „Grün in die Stadt“ für mehr städtisches Grün ein. Eine bundesweite Informationstour mit einem temporären „Pop-Up-Park“ verwandelt bis zum 21. Juni 2016 zwölf zentrale deutsche Plätze in grüne Stadt-Oasen, um die Vorteile erlebbar zu machen. Die Tour wurde am 3. Mai in Berlin von Bundesumweltministerin Hendricks eröffnet und als „Ausgezeichneter Beitrag der UN-Dekade Biologische Vielfalt“ prämiert.
Folgende Stationen sind noch geplant:
- 26. Mai Hamburg
- 31. Mai Bremen
- 03. Juni Frankfurt am Main
- 07. Juni Essen
- 09. Juni Saarbrücken
- 13. Juni Heilbronn
- 21. Juni München
„Grün in die Stadt“ ist eine Initiative des Bundesverbandes Garten- und Landschaftbau e. V. Sie bündelt Informationen zu den positiven Aspekten städtischen Grüns und dient als Plattform für den Dialog mit Interessierten.
