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ZVG kritisiert Abwicklung des IGZ-Standorts Erfurt

Der Zentralverband Gartenbau (ZVG) kritisiert die Schließung des IGZ-Standorts Erfurt. Diese Entscheidung schwächt die Gartenbauforschung und den Transfer von Innovationen für kleine und mittelständische Betriebe erheblich. Der ZVG fordert eine Lösung zum Erhalt des Standorts.

Folgen der Schließung für die Gartenbauforschung

Die Argumente, die der Senat der Leibniz-Gemeinschaft und dem Bundesforschungsministerium in den vergangenen Monaten vorgebracht haben, sind für uns aber in keiner Weise nachvollziehbar. Aus der Evaluation des Instituts lassen sie sich jedenfalls nicht ablesen.

Mit der Abwicklung des IGZ-Standortes Erfurt sieht der ZVG einen weiteren Verlust in der Gartenbauforschung, der die Branche substanziell schwächt. Es werde ein Forschungsinstitut aufgelöst, das für die anwendungsorientierte Zierpflanzen- und Gemüsebauforschung von herausragender Bedeutung sei.

Besonders kleine und mittelständische, familiengeführte Gartenbaubetriebe sind auf den Transfer von Innovationen aus der Wissenschaft angewiesen, da sie keine eigene Forschung betreiben. Dieser Transfer ist entscheidend, um dem Wettbewerbsdruck standzuhalten.

Das IGZ Erfurt hat in zahlreichen Forschungskooperationen, beispielsweise in der Pflanzenvermehrung und -züchtung, maßgeblich zum Know-how-Transfer in die Praxis beigetragen.

ZVG fordert Erhalt und Unterstützung

Der Berufsstand erwartet jetzt, dass das Land Brandenburg den Gemüsebaustandort in Großbeeren weiterhin unterstützt und an dessen Zukunftssicherung mitarbeitet. Darüber hinaus fordern wir, dass sich das Land Thüringen und das Bundeslandwirtschaftsministerium auf eine Lösung für den Erhalt des IGZ-Erfurt außerhalb der Leibniz-Gemeinschaft einigen. Das ist nicht nur für die Zierpflanzenforschung in Deutschland wichtig, sondern auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Erfurt, von deren Arbeit wir überzeugt sind.

25.06.2016

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