ZVG formuliert Forderungen zur Bundestagswahl 2017

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Der Zentralverband Gartenbau (ZVG) hat seine verbandspolitischen Erfolge bilanziert und Forderungen für das Bundestagswahljahr 2017 vorgestellt. Präsident Jürgen Mertz betonte die Notwendigkeit, politische Rahmenbedingungen für die Sicherheit der Betriebe zu schaffen.

ZVG bilanziert Erfolge und stellt politische Agenda vor

Der Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) hat anlässlich des Starts der Internationalen Grünen Woche (IGW) seine verbandspolitischen Erfolge des vergangenen Jahres bilanziert und aktuelle Ausbildungszahlen präsentiert. Im Rahmen des erweiterten Präsidiums stellte ZVG-Präsident Jürgen Mertz die zentralen Forderungen des Verbandes für das Bundestagswahljahr vor.

Mertz resümierte die Bewältigung der verbandspolitischen Herausforderungen des Jahres 2016. Er hob hervor, dass das Bundesprogramm zur Steigerung der Energieeffizienz in Landwirtschaft und Gartenbau erfolgreich angelaufen sei. Ein Großteil der Fördermittel wurde im ersten Jahr für Niedrigenergiegebäude abgerufen. Dies trage maßgeblich zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen im Gartenbau bei. Der ZVG spricht sich daher für eine Fortsetzung des Bundesprogramms über das Jahr 2018 hinaus aus.

In seiner Rede vor dem 197. erweiterten Präsidium ging Mertz auf die politische Lage der Gartenbaubranche ein und bekräftigte die Forderungen des Verbandes für das Bundestagswahljahr. Er betonte die Notwendigkeit, politische Rahmenbedingungen und Perspektiven zu schaffen, um den Betrieben im zunehmend schärferen Wettbewerb die erforderliche Sicherheit zu bieten.

Auch für die neue Bundesregierung gilt es, politische Rahmenbedingungen und Perspektiven zu schaffen, um unseren Betrieben in einem immer schärfer werdenden Wettbewerb die nötige Sicherheit zu geben.

Für kleine und mittelständische Gartenbaubetriebe sei eine mittelstandsfreundliche Steuerpolitik sowie ein konsequenter Bürokratieabbau von zentraler Bedeutung. Der Verwaltungsaufwand durch die Steuerpolitik müsse deutlich reduziert werden. Mertz kritisierte zudem die aktuellen Regelungen zur Insolvenzanfechtung, die zu erheblicher Rechtsunsicherheit für mittelständische Betriebe führten und umgestaltet werden müssten, um Existenzbedrohungen zu verhindern.

Auch im Rahmen des betrieblichen Risikomanagements werden wir Wege finden müssen, die betroffenen Betriebe stärker zu unterstützen.

Existenzgefährdende Risikofaktoren wie bestimmte Witterungseinflüsse, das Auftreten von Quarantäneschädlingen oder Schäden durch belastete Vorprodukte erforderten eine stärkere politische Unterstützung. Eine weitere zentrale Forderung des Verbandes ist die Harmonisierung des EU-Pflanzenschutzrechts. Es müssten die Voraussetzungen geschaffen werden, die bestehenden Möglichkeiten des Zulassungsrechts ohne Verzögerung zu nutzen.

Die ausreichende Verfügbarkeit von Pflanzenschutzmitteln bleibt für den Gartenbau existenziell. Gerade für die Vielfalt der kleinen gärtnerischen Kulturen fehlt es nach wie vor an einer ausreichenden Anzahl von Wirkstoffen. Nur mit einer entsprechenden Bandbreite an Pflanzenschutzmitteln können wir weiterhin integrierten Anbau gewährleisten und Resistenzen vorbeugen!

Zufrieden zeigte sich der ZVG-Präsident mit der aktuellen Ausbildungssituation. Mit knapp 5.000 Neuabschlüssen verzeichnete der Gartenbau im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg von 1,7 Prozent und bleibt damit der größte Ausbilder in der Agrarbranche. Die Ausbildungszahlen seien fachrichtungsübergreifend steigend bis stabil.

Vor dem Hintergrund sinkender Schülerzahlen und dem harten Wettbewerb um den Nachwuchs, freuen mich diese Zahlen umso mehr.

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