Optimierung der gartenbauwissenschaftlichen Ausbildung für die Zukunft
Die Gartenbaubranche verzeichnet nach Jahren des Rückgangs eine Stabilisierung der Ausbildungszahlen. Gleichzeitig ist eine steigende Tendenz bei den Neuimmatrikulationen in gartenbauwissenschaftlichen Studiengängen erkennbar. Um den Bedarf an qualifizierten Fach- und Führungskräften zu decken, die sowohl praktische als auch wissenschaftliche Kompetenzen besitzen, sehen die Branchenverbände Handlungsbedarf.
Der Zentralverband Gartenbau e.V. (ZVG) und der Bundesverband der Hochschulabsolventen für Gartenbau und Landschaftsarchitektur e.V. (BHGL) fordern eine stärkere Optimierung der Konzeption und Bewerbung gartenbauwissenschaftlicher Studiengänge. Ziel ist es, den Absolventen einen reibungslosen Übergang in die berufliche Praxis zu ermöglichen.
Besorgnis erregend ist aus Sicht der Verbände die Streichung oder Nichtbesetzung von Professorenstellen. Dies führt dazu, dass spezifische Themen in andere Fachgebiete verlagert werden, was die Qualität und den Fokus der gartenbauwissenschaftlichen Ausbildung beeinträchtigen kann.
Als Reaktion darauf haben ZVG und BHGL ein gemeinsames Positionspapier zur gartenbauwissenschaftlichen Ausbildung an Universitäten und Hochschulen veröffentlicht. Dieses Papier beleuchtet zentrale Aspekte, die für eine zukunftsfähige Ausbildung entscheidend sind.
Im Fokus des Positionspapiers stehen:
- Der Praxisbezug der Studiengänge
- Die Arbeitsmarktrelevanz der vermittelten Inhalte
- Die Zusammenarbeit mit der Praxis bei der Nachwuchsgewinnung
- Die Durchlässigkeit zwischen akademischer und beruflicher Bildung
- Die Entwicklung hybrider Studienformate
- Der Einsatz digitaler Lehr- und Lernmethoden
