Branchenverbände

Grüne Verbände in Thüringen starten optimistisch ins Jahr

Thüringens grüne Verbände starten optimistisch ins Jahr: Beim Neujahrsempfang betonen sie die starke Entwicklung der Branche und fordern mehr Unterstützung für Stadtgrün und Großprojekte.

Branche fordert mehr Engagement für Grünprojekte und blickt auf kommende Aufgaben

Mit Zuversicht und guter Stimmung sind die grünen Verbände in Thüringen in das Jahr 2014 gestartet. Beim 17. Neujahrsempfang im Deutschen Gartenbaumuseum in Erfurt kamen rund 170 Gäste aus Garten- und Landschaftsbau, Planung, Verwaltung und Verbänden zusammen – mehr als in den Jahren zuvor.

Eingeladen hatten der Landesverband im Bund Deutscher Landschaftsarchitekten, die Deutsche Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur Thüringen sowie der Fachverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Hessen-Thüringen. Der Jahresauftakt wurde traditionell durch eine Führung zur Ausstellung des Thüringer Landschaftsarchitekturpreises eröffnet.

Branche blickt positiv auf Entwicklung

Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen der persönliche Austausch und die gemeinsame Rückschau auf ein erfolgreiches Jahr. Vertreter der Branche hoben die positive wirtschaftliche Entwicklung hervor und betonten die wachsende Bedeutung grüner Infrastrukturen.

„Grün hat Zukunft.“

Mit diesem klaren Statement unterstrich FGL-Präsident Jens Heger die Perspektiven der Branche. Gleichzeitig verwies er auf zentrale Herausforderungen wie Klimaschutz, nachhaltige Freiraumentwicklung und den demografischen Wandel.

„Wer, wenn nicht die grüne Branche, die wir alle hier repräsentieren, ist der kompetente Partner bei der Umsetzung der notwendigen Schritte.“

Zugleich appellierte er an die Politik, die finanziellen Mittel für Grünflächen nicht weiter zu reduzieren und die Potenziale urbaner Freiräume konsequenter zu nutzen.

Politik würdigt Bedeutung der Verbände

Thüringens Minister für Bau, Landesentwicklung und Verkehr, Christian Carius, bezeichnete die Veranstaltung als festen Bestandteil im Jahreskalender. Bereits zum dritten Mal richtete er ein Grußwort an die Teilnehmenden und hob die Rolle der Verbände für die Entwicklung des Landes hervor.

„Ich denke, wenn wir uns 2014 fragen, was uns das Jahr bringen wird und was für Herausforderungen vor uns stehen, dann sind das deutlich leichtere Herausforderungen, die wir bewältigen müssen und die wir gemeinsam mit den Mitgliedern der grünen Verbände gestalten.“

Er betonte zudem die zentrale Bedeutung der Branche für lebenswerte Städte und Regionen und würdigte ihr Engagement ausdrücklich.

Fokus auf kommende Großprojekte

Ein wichtiger Diskussionspunkt waren zukünftige Großveranstaltungen wie die Internationale Bauausstellung 2019 und die Bundesgartenschau 2021 in Erfurt. Vertreter der Verbände mahnten an, die Planungen konsequent voranzutreiben.

„2013 war hinsichtlich der BUGA-Planungen ein recht verlorenes Jahr. Es muss schlichtweg angefangen werden.“

Auch die Pflege bestehender Grünanlagen rückte in den Fokus. Ein klares Bekenntnis des Freistaates zu Gärten und Parks wurde als entscheidend für die nachhaltige Entwicklung angesehen. Gleichzeitig wurde die Bedeutung gemeinsamer Initiativen wie der Charta „Zukunft Stadt und Grün“ hervorgehoben.

Der Neujahrsempfang hat sich damit erneut als wichtige Plattform für Austausch und Positionierung der grünen Branche etabliert. Unterstützt wurde die Veranstaltung von Unternehmen aus der Praxis, darunter Anbieter von Baustoffe & Materialien sowie Baumschulen und Lichttechnik.

03.02.2014

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