Hans-Georg von der Marwitz: Ziele und Schwerpunkte als neuer Präsident
Die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände (AGDW) hat auf ihrer 225. Hauptausschusssitzung Hans-Georg von der Marwitz einstimmig zum neuen Präsidenten gewählt. Er tritt die Nachfolge von Philipp zu Guttenberg an, der das Amt neun Jahre innehatte.
Hans-Georg von der Marwitz ist seit 2009 Mitglied des Deutschen Bundestages für den Wahlkreis Märkisch Oderland-Barnim II in Brandenburg. Dort gehört er dem Ausschuss für Landwirtschaft und Ernährung an.
Als neuer Präsident möchte ich mich für die Interessen der Waldeigentümer in der Politik stark machen. Unterstützung angesichts der zunehmenden Wetterextreme, Hilfen für den Kleinprivatwald und die Sicherung des Eigentums werden auf meiner politischen Agenda stehen.
Der neue Präsident wird sich auf dem traditionellen Empfang der Waldeigentümer, der am Vorabend der Grünen Woche in Berlin stattfindet, den erwarteten über 1200 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Verbänden vorstellen. Der Empfang steht unter dem Motto „Wald ist unser Leben“.
Als Land- und Forstwirt und als selbständiger Unternehmer liegt mir die Bewirtschaftung der Wälder sehr am Herzen.
Von der Marwitz, aufgewachsen im bayerischen Allgäu, baute nach 1990 einen landwirtschaftlichen Betrieb im östlichen Brandenburg auf. Parallel engagierte er sich in der CDU und zog 2009 in den Deutschen Bundestag ein.
Herausforderungen und politische Agenda des neuen AGDW-Präsidenten
Philipp zu Guttenberg äußerte sich zur Wahl seines Nachfolgers:
Mit von der Marwitz erhält die AGDW einen erfahrenen Unternehmer und einen politisch versierten Kopf, der die Belange der Waldeigentümer mit viel Kompetenz in die Bundespolitik einbringen wird.
Angesichts zunehmender Wetterextreme wie Stürme, Dürre und Schneefälle wird sich von der Marwitz für schnelle Hilfen und langfristige Unterstützung für die Sicherung und den Umbau der Wälder einsetzen.
Den Waldeigentümern wurden 25 Millionen Euro für einen Zeitraum von fünf Jahren im Rahmen der GAK zugesagt – das ist gut, jedoch zu wenig, um die Wälder klimafit zu machen und die langfristigen Auswirkungen von Dürre und Stürmen abzufedern.
Ein weiteres Anliegen ist es, den Beitrag der Wälder und der Holzverwendung zum Klimaschutz stärker auf die politische Agenda zu rücken. Zudem sollen die Stärkung des Kleinprivatwaldes und die Sicherung des Eigentums eine zentrale Rolle in seiner Arbeit spielen.

