Aus- und Weiterbildung, Branchenverbände

Steigende Azubizahlen und neue Ausbildungskonzepte im GaLaBau Berlin-Brandenburg

Das jährliche Ausbildertreffen der Landschaftsgärtner in Berlin und Brandenburg zeigte positive Entwicklungen in der Nachwuchsgewinnung. Ein neuer dualer Studiengang und steigende Azubizahlen prägen die Zukunft des GaLaBau.

(Fotos: Stefan Mingramm)

Positive Entwicklung der Nachwuchsgewinnung im GaLaBau

Das jährliche Ausbildertreffen der Landschaftsgärtner in Berlin und Brandenburg, das am 14. Januar 2015 in Großbeeren stattfand, stand im Zeichen positiver Entwicklungen in der Nachwuchsgewinnung. Dr. Kira Kultus, die neue Geschäftsführende Leiterin der LAGF, begrüßte die rund sechzig Ausbilder.

Stefan Mingramm, Referent für Nachwuchswerbung, berichtete von einem Anstieg der Auszubildendenzahlen. Im Land Brandenburg erhöhte sich die Zahl der neuen Auszubildenden trotz sinkender Schülerzahlen um 5 Prozent. In Berlin verzeichneten die privaten Ausbildungsbetriebe sogar einen Zuwachs von 25 Prozent, was bundesweit als einzigartig gilt.

Ein neuer dualer Studiengang, „Landschaftsbau und Grünflächenmanagement DUAL“, startete an der Beuth Hochschule. 20 Teilnehmer absolvieren zunächst eine zweijährige betriebliche Ausbildung mit spezieller Beschulung am OSZ Natur und Umwelt in Berlin. Nach erfolgreichem Abschluss dieser Phase steigen sie ins Studium ein. Das Programm ermöglicht es den Teilnehmern, innerhalb von vier Jahren sowohl einen Berufsabschluss als auch einen Bachelor-Titel zu erwerben, verbunden mit einem kontinuierlichen Einkommen.

Vorbereitungen zur BUGA 2015 und neue Kursangebote

Rita Kaiser, Geschäftsführerin des FGL, informierte über den Stand der Vorbereitungen zur BUGA 2015 Havelregion. Diese Bundesgartenschau ist mit fünf Standorten in zwei Bundesländern einzigartig konzipiert. Die Aktivitäten des Garten- und Landschaftsbaus konzentrieren sich auf das Packhof-Gelände in Brandenburg an der Havel, wo bereits das temporäre Haus der Landschaft errichtet wurde. Geplant sind eine Lehrbaustelle, verschiedene Wettbewerbe, Vorträge und Aktionen, um Besucher über das Spektrum der Branche und des Berufs zu informieren.

Manfred Wimmer, Ausbildungskoordinator der LAGF, erläuterte die Umstellung der überbetrieblichen Kurse, die nun auch für Brandenburger Auszubildende gelten. Ab dem Ausbildungsjahr 2015/16 sind über drei Jahre verteilt sechs Pflichtkurse und zwei Wahlpflichtkurse vorgesehen. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, weitere freiwillige Kurse zu belegen. Melanie Kirsch und Matthias Laskiewitz, Ausbilder der LAGF, stellten den neu konzipierten Wahlpflichtkurs „Bau und Bepflanzung einer Wasseranlage“ vor. In diesem Kurs werden jeweils zwei bis drei Auszubildende einen kleinen Folienteich selbst anlegen und bepflanzen. Die Kursinhalte sollen individuell an das unterschiedliche Vorwissen der Betriebe angepasst werden.

Sicherheit und Weiterbildung im Fokus

Gerald Schütze von der SVLFG thematisierte die korrekte Ladungssicherung und die damit verbundenen Gefahren bei Vernachlässigung. Er wies darauf hin, dass die bei Bremsungen oder Beschleunigungen auftretenden Kräfte oft unterschätzt werden und zu Sach- sowie Personenschäden führen können. Die Haftung trifft dabei häufig den Fahrer, der aus Zeitdruck oder Unkenntnis die Ladung nicht ausreichend sichert.

Des Weiteren wurden neue Formen der Weiterbildung und Umschulung präsentiert. Thomas Berton und Petra Schröck, Berufsschullehrer am OSZ Werder in Groß Kreutz, stellten die Kombination von Theorie- und Praxiszeiten in der Technikerausbildung vor. Die Koordinatorinnen Beata Czarnecka und Sonja Büchholz warben für das EGA-Projekt, das eine erwachsenengerechte Ausbildung von Landschaftsgärtnern zum Ziel hat und um Unterstützung der Betriebe bat. Das Treffen bot zudem Raum für Diskussionen und den direkten Austausch zwischen den verschiedenen Institutionen der Berufsbildung im Garten- und Landschaftsbau.

06.02.2015

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