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BayWa AG veräußert Anteile an RWA Raiffeisen Ware Austria AG

Die BayWa AG verkauft ihre 47,53 Prozent-Beteiligung an der RWA Raiffeisen Ware Austria AG für 176 Millionen Euro. Dieser Schritt ist Teil eines Transformationskonzepts zur Sanierung des Unternehmens und zum Schuldenabbau.

Hintergrund des Verkaufs und die Rolle der RWA

Die BayWa AG hat den Verkauf ihrer Anteile an der österreichischen RWA Raiffeisen Ware Austria AG (RWA AG) bekannt gegeben. Die 47,53 Prozent-Beteiligung plus eine Aktie gehen an ein Verbundunternehmen der RWA Raiffeisen Ware Austria Handel und Vermögensverwaltung eGen (RWA eGen) über. Die RWA eGen hält bereits 49,99 Prozent an der RWA AG und die Mehrheit an der Raiffeisen Agrar Invest AG, einem der Großaktionäre der BayWa AG.

Der Verkauf steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Kartellbehörden. Zudem muss die bereits im Entwurf vorliegende Fairness Opinion final ausgestellt werden. Diese bestätigt die Angemessenheit des Kaufpreises von 176 Millionen Euro. Von diesem Betrag werden 26 Millionen Euro von der BayWa AG zur teilweisen Rückzahlung einer Darlehensverbindlichkeit gegenüber der RWA AG verwendet.

Die RWA ist in den Geschäftsfeldern Agrar, Technik, Energie, Baustoffe sowie Haus & Garten als Produzent, Dienstleister und Händler aktiv. Als Dachorganisation der österreichischen Lagerhaus-Genossenschaften bietet die RWA ein umfassendes Leistungsangebot in diesen Bereichen. Sie unterhält zudem Beteiligungen und Tochterunternehmen in Österreich und ausgewählten osteuropäischen Ländern. Seit 1999 besteht eine strategische Allianz mit der BayWa AG im Rahmen einer Überkreuzbeteiligung.

Transformationskonzept zur Sanierung

Der Verkauf internationaler Beteiligungen, wie der RWA AG, ist Teil eines Transformationskonzeptes der BayWa AG. Dieses Konzept wurde Ende November vorgestellt und mit Finanzierungspartnern sowie den beiden Großaktionären abgestimmt. Es umfasst Maßnahmen zur selbstständigen Sanierung der BayWa bis Ende 2027, mit dem Ziel, das operative Ergebnis zu verbessern und die Schulden abzubauen.

Finanzielle Maßnahmen

Zur Stärkung der Finanzkraft plant die BayWa für das kommende Jahr eine Bar-Kapitalerhöhung mit Bezugsrecht. Das Volumen der Erlöse soll 150 Millionen Euro betragen. Die beiden Großaktionäre, die Bayerische Raiffeisen-Beteiligungs-AG (BRB) und die Raiffeisen Agrar Invest AG (RAI), haben sich verpflichtet, dieses Volumen abzusichern. Details zur Kapitalerhöhung sollen im ersten Quartal 2025 festgelegt werden.

Nahezu alle der rund 300 Finanzgläubiger unterstützen die Sanierungsbemühungen. Eine langfristige Sanierungsvereinbarung bis 2027 wurde mit den wesentlichen Finanzierungspartnern und den Großaktionären BRB und RAI vereinbart und soll bis spätestens Ende April 2025 rechtsgültig abgeschlossen sein. Das bestehende Stillhalteabkommen mit den Finanzgläubigern wurde bis zum 30. April 2025 verlängert. Die BayWa erwartet, dass ebenfalls bis spätestens Ende April neue Finanzierungsverträge wirksam werden, die die Neuordnung der Finanzierung bis 2027 regeln.

28.12.2024

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