Bedeutung des Arbeitskreises für die Baumschulbranche
Der Bund deutscher Baumschulen (BdB) e.V. begrüßt die im Koalitionsvertrag verankerte Absicht, die Verfügbarkeit von Pflanzenschutzmitteln für Sonderkulturen zu verbessern. Gleichzeitig betont der Verband die Notwendigkeit, den Arbeitskreis Lückenindikation fortzuführen. Nur durch einen kontinuierlichen Dialog mit den Anwendern können nachhaltige und praxisnahe Lösungen entwickelt werden.
Markus Guhl, Hauptgeschäftsführer des BdB, weist darauf hin, dass die Anzahl der für Baumschulen verfügbaren Pflanzenschutzmittel seit Jahren abnimmt, während die Qualitätsansprüche der Abnehmer steigen. Angesichts dieser Entwicklung begrüßt der BdB, dass die aktuelle Koalition die Verbesserung der Pflanzenschutzmittelverfügbarkeit in Sonderkulturen thematisiert.
Eine erfolgreiche Umsetzung dieser Ziele ist nach Ansicht des BdB nur im engen Austausch mit der Praxis und unter Berücksichtigung spezifischen Fachwissens möglich. Daher fordert der Verband die Bundesregierung auf, den Arbeitskreis Lückenindikation wieder zu aktivieren.
Dieser Arbeitskreis, der zuletzt im Jahr 2014 zusammenkam, setzte sich aus Vertretern der Bundesbehörden, des amtlichen Pflanzenschutzdienstes und der gartenbaulichen Verbände zusammen. In diesem Gremium wurden gemeinsam Lösungsansätze für Pflanzenschutzverfahren erarbeitet.
„Diese Zusammenarbeit muss unverzüglich fortgeführt werden, das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) muss seine Rolle als Hauptakteur im gemeinsamen Zusammenspiel der Pflanzenschutzmittelzulassungsverfahren wahrnehmen“, so Guhl.
Der BdB bekräftigt daher zu Jahresbeginn seine Forderung nach einer Wiederaufnahme des Arbeitskreises Lückenindikation und bietet seine aktive Mitwirkung an.
