Inhaltlicher Leitgedanke und Bedeutung von Goslar
Der Bund deutscher Baumschulen (BdB) e.V. hat seinen ersten Jahresbericht vorgelegt. Das Dokument gibt einen Überblick über die fachliche und politische Tätigkeit des Verbandes und soll künftig jährlich erscheinen.
Von Goslar zu Goslar ist der inhaltliche Leitgedanke unseres neuen Jahresberichtes. In den Unternehmen ist es wie im Verband. Das fordernde Tagesgeschäft verstellt den Blick für längerfristige strategische Überlegungen, die dem Handeln im Alltag zu Grunde liegen. Deswegen legt der BdB mit diesem Bericht seine Grundüberzeugungen dar.
Dies erklärte BdB-Präsident Helmut Selders im Vorwort. Die Stadt Goslar ist seit über 90 Jahren der Veranstaltungsort der jährlichen BdB-Wintertagung und gilt als wichtiger Bezugspunkt für die Baumschulbranche.
Fachthemen und politische Forderungen
Der 24-seitige Bericht behandelt zunächst relevante Fachthemen für den Verband und seine Mitglieder. Dazu gehören Aspekte der nachhaltigen Produktion, der Umgang mit Quarantäneschaderregern sowie Standards in der Gehölzproduktion.
Anschließend wird die politische Interessenvertretung des Berufsstandes dargestellt. Die Handlungsfelder umfassen Stadtgrün, Grüne Infrastruktur, Baumforschung, Alleenschutz und die Nationale Strategie für grüne Stadtentwicklung. Konkrete politische Forderungen beinhalten steuerliche Erleichterungen, Entschädigungsregelungen, die Forderung nach fünf Prozent Grün am Bau, die GAP-Reform und die Reform der Auftragsvergabe.
Imagekampagne und Ausbildung
Im Bereich der Imagekampagne standen die Entwicklung eines Leitbildes und die Transformation der BdB-Publikationen im Fokus. Der Jahresbericht selbst ist Teil dieser Transformation. Zusammen mit dem monatlichen Mail-Magazin „Grün online“ ersetzt er die frühere Print-Publikation „Grün ist Leben“. Während „Grün online“ aktuelle Verbandsaktivitäten beleuchtet, soll der Jahresbericht einen umfassenderen Überblick bieten.
Ein weiteres Thema ist die Ausbildungsoffensive „Zukunft Grün“. Hier wird der Ausbau der Ansprache von Jugendlichen und Kindern, unter anderem durch neue Kooperationen, beschrieben.
Netzwerk und Ausblick
Das letzte Kapitel des Berichts widmet sich dem deutschland- und europaweiten Netzwerk des BdB sowie den Veranstaltungen und Beteiligungen des Verbandes.
Markus Guhl, Hauptgeschäftsführer des BdB, schließt den Bericht mit einem Ausblick ab:
Wir werden weiterhin für gute wirtschaftspolitische und umweltpolitische Rahmenbedingungen eintreten, die es unseren Betrieben erlauben, am Standort Deutschland Gehölze zu produzieren und zu vermarkten. Die internationale Konkurrenz schläft nicht. Umso wichtiger ist es, dass sich Politik und Öffentlichkeit dieser verborgenen Branche, die voller Hidden Champions steckt, bewusst wird und unsere Unternehmen am heimischen Markt, aber auch beim Export der Gehölze stärkt.
