Nachhaltigkeit im Fokus: Einheitliche Pflanztöpfe und ökologische Anpassungen
Der Bund deutscher Staudengärtner (BdS) im Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) hat sich auf seiner Jahreshauptversammlung am 5. Februar 2020 in Grünberg für die Umstellung auf zertifizierte, sortier- und recyclingfähige Pflanztöpfe entschieden. Diese Töpfe sollen aus Post-Consumer-Recycling-Material, beispielsweise aus dem „Gelben Sack“, hergestellt werden.
Ein zentraler Punkt der Entscheidung war die Vereinheitlichung der Topffarbe. Angesichts des intensiven Pflanzentauschs innerhalb der Branche erachteten die Mitglieder eine einheitliche Farbgebung als sinnvoll. Die Wahl fiel auf den Farbton Taupe, da helle Töpfe im Recyclingprozess ein breiteres Anwendungsspektrum ermöglichen und somit einen höheren ökologischen Nutzen bieten.
Diese Entscheidung wurde auch mit Staudengärtnern in den Niederlanden und Schweden abgestimmt, die sich ebenfalls für diesen Farbton ausgesprochen hatten. Erste Kontakte zu Topfherstellern wurden bereits im Rahmen der BdS-Hausmesse geknüpft.
Der BdS plant zudem, die Vorgaben des Qualitätszeichens Stauden im ZVG unter ökologischen Gesichtspunkten weiter anzupassen. Dies betrifft insbesondere die Bereiche Torfersatz, der Einsatz resistenter Sorten und der Verzicht auf Herbizide. Die geplanten Änderungen wurden bereits erläutert und sollen nach einer Überarbeitung im Jahr 2021 beschlossen werden.
Für die kommende Tagung ist die Gründung eines internen Arbeitskreises Nachhaltigkeit vorgesehen.
Wir Staudengärtner kultivieren nah an der Natur und benötigen nur einen vergleichsweise geringen Einsatz von Energie, Pflanzenschutzmitteln und Torf. Wir schöpfen aber auch weiterhin neue Möglichkeiten aus, nachhaltig zu kultivieren und unseren Beitrag zu den anstehenden Problemen wie Klimawandel, Ressourcenschutz und Artenschutz zu leisten.Michael Moll, BdS-Vorsitzender
