Engagement für ökologische Grünflächen in Niederösterreich
Eine Umfrage zeigt, dass 85 Prozent der Niederösterreicher eine ökologisch gepflegte Gemeinde wünschen. Die Aktion „Natur im Garten“ unterstützt Gemeinden dabei, diesem Wunsch nachzukommen und ihre öffentlichen Grünflächen nach ökologischen Kriterien zu pflegen. Der stellvertretende Obmann der Aktion „Natur im Garten“ und Landtagsabgeordneter Bürgermeister Christoph Kainz hob hervor, dass bereits 23 Gemeinden in Niederösterreich auf Torf, chemisch-synthetische Dünger und Pestizide verzichten.
Diese 23 Gemeinden haben per Gemeinderatsbeschluss festgelegt, ihre Grünflächen ohne diese Stoffe zu pflegen und dürfen sich daher als „Natur im Garten“ Gemeinde bezeichnen. Dies demonstriert, wie jede Gemeinde einen Beitrag zu einer nachhaltigen und lebenswerten Zukunft leisten kann.
Information und Austausch für Gemeinden
Der Gemeindetag ist eines der Angebote der niederösterreichischen Aktion „Natur im Garten“. Er bot den Gemeindevertretern Informationen zur naturnahen Pflege öffentlicher Grünflächen und diente als Plattform für den Wissens- und Erfahrungsaustausch. Ein weiterer Programmpunkt war der Besuch der Gartenstadt Tulln, die als erste „Natur im Garten“ Gemeinde gilt.
Der Weg zur „Natur im Garten“ Gemeinde
Der Prozess zur „Natur im Garten“ Gemeinde beginnt mit einer kostenlosen Erstberatung bei der Grünraum-Servicestelle über das „Natur im Garten“ Telefon (02742/ 74 333). Anschließend wird durch einen Gemeinderatsbeschluss festgelegt, dass die Gemeinde ihre Grünflächen ökologisch nach den „Natur im Garten“ Kriterien pflegt. Laufende Beratungen und Workshops von „Natur im Garten“ Profis unterstützen die Gemeindemitarbeiter bei der täglichen Arbeit auf den Grünflächen.
Für Experten des öffentlichen Gemeindegrüns besteht die Möglichkeit, ihr Wissen zur ökologischen Herbizidbekämpfung im öffentlichen Grünraum bei den internationalen Fachtagen für ökologische Pflege am 18. und 19. November in Langenlois zu vertiefen.
