Fachzeitschrift für den Garten- und Landschaftsbau

124 junge Oberbayern haben ihre Ausbildung im Beruf „Gärtner/-in“, Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau (GaLaBau), erfolgreich beendet. Höhepunkte der Abschlussfeier, die am 25. Juli 2019 in der Städtischen Berufsschule für Gartenbau, Floristik und Vermessungstechnik in München stattfand, waren die offizielle Freisprechung der Landschaftsgärtner, die Auszeichnung der Prüfungsbesten sowie die Übergabe der Berufsurkunden.

Die frischgebackenen Landschaftsgärtner/-innen nach ihrer Freisprechung in München

v.l.: Rainer Neuhauser, Regionalvorsitzender Oberbayern des VGL Bayern, bei der Auszeichnung der Landschaftsgärtner mit den besten Abschlussprüfungen: Johannes Käser, Adrian Neumaier und Florian Blumenhagen. (Fotos: Jochen Henning, VGL Bayern)

Nach der Freisprechung der Landschaftsgärtner/-innen von ihren Rechten und Pflichten in der Ausbildung durch Rainer Neuhauser, Regionalvorsitzender Oberbayern des Verbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Bayern (VGL Bayern), wurden sie als vollwertige Mitglieder in den Berufsstand aufgenommen. Darüber hinaus freuten sich mehrere Gärtner über eine besondere Anerkennung ihrer Ergebnisse in den Abschlussprüfungen: Der Verband honorierte die herausragenden Leistungen von Florian Blumenhagen, Hans Ries + Co. Garten- und Landschaftsbau KG in Neuried, Johannes Käser, Gaissmaier Landschaftsbau GmbH & Co. KG in Freising, und Adrian Neumaier, Ziegltrum Landschaftsbau GmbH in Au in der Hallertau, mit einer Auszeichnung sowie einer Profigartenschere mit Ledertasche.

Peter Baur, Schulleiter der Städtischen Berufsschule für Gartenbau, Floristik und Vermessungstechnik, begrüßte die Absolventen und Gäste zur Freisprechungsfeier in München.

Daraufhin gratulierte der Stellvertretende Schulleiter, Manfred Boscher, in seinem Grußwort den frischgebackenen Fachkräften: „Sie haben mit dem erfolgreichen Abschluss Ihrer Ausbildung den ersten Schritt in Ihrem Berufsleben gemacht. Jetzt können Sie feiern. Aber der eigentliche Berufsweg beginnt erst jetzt. Dazu wünsche ich Ihnen weiterhin viel Erfolg.“ Anschließend erinnerte Landwirtschaftsdirektor Dr. Wolfgang Besener, Leiter des Gartenbauzentrums Bayern Süd-West in Augsburg, an die historischen Wurzeln der Freisprechung der Auszubildenden. Demnach erkannte Maximilian I, Herzog von Bayern und Kurfürst des Heiligen Römischen Reiches, um das Jahr 1638, dass es für die Zunft der Kunst- und Lustgärtner einer Regelung bedurfte. Unter anderem wurde eine „zünftige“ Ausbildung gefordert. Am Ende der Ausbildung gelobten die Lehrlinge im Rahmen ihrer Freisagung, nicht „unzünftig“ zu arbeiten.

Im Anschluss an ihre dreijährige, duale Ausbildung eröffnen sich für die Landschaftsgärtner auch heute noch sehr gute Berufsaussichten. Denn die Experten der „grünen“ Branche sind gefragt – mehr denn je. Nicht zuletzt macht die hohe Wahlbeteiligung beim bayerischen Volksbegehren „Artenvielfalt – Rettet die Bienen!“ deutlich, dass die Ansprüche der Bürgerinnen und Bürger an Umweltschutz und Nachhaltigkeit stetig steigen. Ebenso nimmt das Bedürfnis an Erholung im eigenen Garten und in öffentlichen Grünanlagen zu.

 

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