Fachzeitschrift für den Garten- und Landschaftsbau

Wer mit dem Gedanken spielt, einen nachhaltigen Beruf mit engem Bezug zur Natur zu erlernen, für den gehört der Gärtnerberuf möglicherweise zur ersten Wahl. Wer noch nicht genau weiß, ob der Beruf wirklich zu ihm passt, schaut ihn sich am besten live an. Das geht besonders gut bei einem Praktikum.

Ein Praktikum vermittelt erste Einblicke in den Gärtner:innenberuf und erhöht gleichzeitig die Chancen auf einen Ausbildungsplatz. (Foto: GMH)

Ob im Rahmen eines Betriebspraktikums oder freiwillig in den Schulferien: Ein Praktikum bietet Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit, den Arbeitsalltag als Gärtner:in kennenzulernen und Gärtnereiluft zu schnuppern.

Was bringt ein Praktikum?

Arbeitet man als Gärtner:in im Freiland oder im Gewächshaus? Welche Technik kommt zum Einsatz? Und was machen eigentlich eine Friedhofsgärtnerin oder ein Gemüsegärtner den lieben langen Tag? Wer sich bereits im Internet, bei Berufsverbänden oder auf Ausbildungsmessen informiert hat, wem aber noch eine genaue Vorstellung des Arbeitsalltags fehlt, für den ist ein Praktikum eine hervorragende Möglichkeit, den Gärtner:innenberuf hautnah zu erleben und die Arbeitsabläufe und Arbeitsbedingungen sowie das Team kennenzulernen. Zumal der Beruf mit seinen sieben verschiedenen Fachrichtungen enorm vielfältig ist und die Einsatzorte von der Gärtnerei, über die Baumschule bis hin zum Gartencenter reichen. Zusätzlich erhöht ein Praktikum im Lebenslauf die Chancen auf einen Ausbildungsplatz im Wunschbetrieb. Denn natürlich schätzt es ein Arbeitgeber, wenn jemand zeigen kann, dass er oder sie sich für den Beruf interessiert und bereits eine realistische Vorstellung vom Arbeitsalltag hat.

Wann ist der beste Zeitpunkt für ein Praktikum?

Da viele Ausbildungsplätze bereits ein Jahr vor Ausbildungsstart ausgeschrieben werden, sollte ein Praktikum idealerweise bereits davor stattfinden – also etwa im vorletzten Schuljahr. Es können die vorgegebenen Schulpraktika dafür genutzt werden, aber natürlich können Schüler:innen auch in den Ferien in den Beruf hinein schnuppern. Den Umfang des Praktikums besprechen sie am besten mit dem jeweiligen Betrieb. Auch in ein bis zwei Wochen kann man bereits einen guten ersten Eindruck von der Arbeit bekommen. Die Sommerferien bieten sich an, da es während der warmen Jahreszeit etwa im Gartenbau besonders betriebsam zugeht. Aber auch zu anderen Jahreszeiten gibt es für Gärtner:innen jede Menge zu tun.

Wie finde ich einen Praktikumsplatz?

Um einen Praktikumsplatz zu finden, kann man sich zunächst einmal bei der Familie, Lehrer:innen und Freunden umhören, ob jemand von ihnen einen Betrieb in der Nähe kennt. Ebenfalls nützlich sind Online-Praktikumsbörsen, allerdings inserieren dort nicht alle Unternehmen. Für die Suche nach Betrieben in der Nähe kann auch die Ausbildungsplatzsuche (siehe 1. Link unten) genutzt werden. (Fach-)Magazine, Ausbildungsmessen oder die örtlichen Berufsinformationszentren der Arbeitsagentur können ebenfalls gute Anlaufstellen sein. Und natürlich bietet es sich an, Unternehmen vor Ort direkt ansprechen und sich dort persönlich oder telefonisch vorzustellen und nach einem Praktikumsplatz zu erkunden. Dabei kann auch gleich nachgefragt werden, ob und in welcher Fachrichtung der Betrieb ausbildet und wie die Bewerbung für einen Praktikumsplatz aussehen soll. Nicht immer ist eine schriftliche Bewerbung nötig, oft reicht auch ein persönliches Vorsprechen.

Wie nehme ich möglichst viel für mich mit?

Nichts geht über praktische Erfahrungen. Um die Zeit des Praktikums möglichst gut zu nutzen, ist es ratsam, vorher mit dem Praktikumsbetreuer oder der Praktikumsbetreuerin zu besprechen, wie das Praktikum abläuft und an dieser Stelle auch einzubringen, welchen Bereich oder welche Tätigkeit man besonders gerne kennenlernen würde. Auch das gemeinsame Erstellen eines Praktikumsplans, in dem die vorgesehenen Aufgaben grob umrissen werden, kann sinnvoll sein. In jedem Fall sollte man versuchen, die Zeit des Praktikums bewusst zu nutzen, um möglichst viele Einblicke in den Beruf zu erhalten. Zum Beispiel, indem man verschiedenen Kolleg:innen und Azubis über die Schulter schaut und sie fragt, wo man sie unterstützen kann. Am Ende des Praktikums sollten Praktikant:innen um ein Feedback zu ihrer Arbeit bitten. Wer sich im Anschluss um einen Ausbildungsplatz bewerben will, sollte sich zu diesem Zeitpunkt auch schon einmal nach den Bewerbungsfristen und Voraussetzungen erkundigen und anschließend mit dem Betrieb in Kontakt bleiben. Einige Unternehmen stellen sogar ein Praktikumszeugnis oder eine Beurteilung aus, die für die Bewerbung genutzt werden kann. Einfach danach fragen!

Erfolgreich um ein Praktikum bewerben

Ob Bewerbungsanschreiben oder persönliche Vorsprache: Die Tipps unter (siehe 2. Link unten) können auch hervorragend für die Bewerbung um ein Praktikum genutzt werden. Jede Menge Infos zu Ausbildung und Beruf finden sich unter u.a. 3. Link.

 

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