ZVG nutzt Valentinsaktion für Appell zu besseren Rahmenbedingungen im Gartenbau
Mit einem traditionellen Valentinsgruß hat der Zentralverband Gartenbau (ZVG) im Bundeskanzleramt auf die Bedeutung der Branche aufmerksam gemacht. Nach pandemiebedingter Pause überreichten ZVG-Präsident Jürgen Mertz und die Deutsche Blumenfee Johanna Griem einen Frühlingsstrauß an Staatsministerin Sarah Ryglewski, die den Termin stellvertretend für den Bundeskanzler wahrnahm.
Der Strauß aus Magnolien, Tulpen, Ranunkeln, Anemonen, Freesien, Clematis, Craspedia und Mohn steht symbolisch für die Leistungsfähigkeit des heimischen Gartenbaus und dessen Vielfalt. Gleichzeitig nutzte der Verband die Gelegenheit, um auf aktuelle Herausforderungen für die Betriebe hinzuweisen.
Mehr Wertschätzung – aber auch steigender Druck
Die Branche habe während der Pandemie eine gestiegene gesellschaftliche Anerkennung erfahren. Dennoch stehen viele Betriebe vor politischen und wirtschaftlichen Herausforderungen, die ihre Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigen können.
„Gärtnerische Produkte und Dienstleistungen haben in der Pandemie eine gesteigerte Wertschätzung erfahren.“
Besonders kritisch bewertet der ZVG die Auswirkungen der CO₂-Bepreisung sowie die Gefahr eines sogenannten Carbon-Leakage-Effekts. Dieser könnte dazu führen, dass Produktionskapazitäten ins Ausland verlagert werden.
Rahmenbedingungen müssen praxistauglich sein
Aus Sicht des Verbandes sind bestehende Entlastungsmaßnahmen nicht ausreichend auf die Strukturen des Gartenbaus zugeschnitten, der stark von kleinen und mittelständischen Betrieben geprägt ist. Für Unternehmen im Gartenbau und angrenzenden Bereichen ist eine wirtschaftlich tragfähige Umsetzung politischer Vorgaben entscheidend.
Der Gartenbau leistet einen wichtigen Beitrag zur Versorgung der Bevölkerung, zum Klimaschutz und zur Förderung der biologischen Vielfalt. Damit diese Leistungen dauerhaft erbracht werden können, fordert der Verband verlässliche und praxisgerechte Rahmenbedingungen.
Tradition mit politischer Botschaft
Die Übergabe des Valentinsstraußes hat sich über Jahre hinweg als feste Tradition etabliert. Neben der floralen Symbolik dient sie als Plattform, um die Anliegen der Branche direkt an politische Entscheidungsträger heranzutragen.
Nach der pandemiebedingten virtuellen Übergabe im Vorjahr konnte der persönliche Austausch nun wieder stattfinden. Damit erhält die Aktion erneut eine wichtige Funktion als Brücke zwischen Gartenbau, Politik und Öffentlichkeit.
