Zierlauch: Eine Bereicherung für jedes Beet
Zierlauch (Allium) ist eine auffällige Zwiebelpflanze, die durch ihre Blütenbälle besticht. Obwohl sie zu den Zwiebelpflanzen zählt, wird sie aufgrund ihrer mehrjährigen Blüte und der guten Kombinierbarkeit mit Stauden auch in Staudengärtnereien angeboten. Für eine erfolgreiche Integration in Gartenanlagen ist die Wahl passender Begleitstauden entscheidend.
Manfred Heekeren von „Jacob und Heekeren Staudenkulturen“ schätzt Zierlauch für seine Präsenz und seine Anziehungskraft auf Insekten. Besonders die hohen Sorten wie ‘Globemaster’ sind im Beet wirkungsvoll. Zierlauch dient Bienen, Hummeln und anderen Insekten als wichtige Futterpflanze.
Vielfalt in Farben und Blütezeiten
Die Farbpalette des Zierlauchs ist vielfältig. Populäre Sorten wie ‘Globemaster’, ‘Purple Sensation’ und ‘Lucy Ball’ zeigen lila Blütenbälle, die bis zu einem Meter hoch über den Beeten schweben können. Eine weiße Alternative ist ‘Mount Everest’. Neben diesen bekannten, hohen Sorten gibt es auch kleinere Arten wie den Gelben Lauch (Allium flavum) oder den azurblauen Sibirischen Lauch (Allium caeruleum), die eine Höhe von 40 bis 50 cm erreichen.
Die Blütezeit der meisten Zierlauch-Arten endet im Juli. Es gibt jedoch Ausnahmen: Der Kugelköpfige Lauch und der Berglauch blühen noch im August und September. Auch nach der Blüte behalten einige Sorten wie der Sternlauch (Allium christophii) mit ihren Samenständen eine dekorative Wirkung.
Stauden als Pflanzpartner
Ein häufig beobachtetes Phänomen bei vielen Zierlauch-Sorten ist das Vergilben der Blätter während der Blütezeit. Dies ist ein natürlicher Prozess, bei dem die Pflanze Nährstoffe aus den Blättern für die Blütenentwicklung zieht. Manfred Heekeren empfiehlt, die Blätter nicht zu entfernen, sondern durch passende Stauden zu kaschieren.
Geeignete Pflanzpartner verdecken das vergilbende Laub und lenken den Blick auf die Blüten. Beispiele für passende Stauden sind Pfingstrosen, Steppen-Salbei, Storchschnabel, Katzenminze oder Fetthenne. Wichtig ist, dass die Begleitstauden ähnliche Standortansprüche wie der Zierlauch haben.
Standortansprüche des Zierlauchs
Viele der hierzulande beliebten großen Zierlauch-Arten stammen ursprünglich aus den Steppen- und Gebirgsregionen Zentralasiens und des Nahen Ostens. Sie bevorzugen daher einen vollsonnigen Standort. Der Boden sollte möglichst durchlässig sein. Manfred Heekeren weist darauf hin, dass schwere Tonböden oft zu nass für Zierlauch sind, was insbesondere im Winter zum Verfaulen der Zwiebeln führen kann. Eine Auflockerung des Bodens mit Sand oder Splitt kann hier Abhilfe schaffen.
Alternativ können Arten gewählt werden, die andere Bodenbedingungen bevorzugen. Der heimische Bärlauch (Allium ursinum) benötigt beispielsweise einen feucht-frischen Boden. Auch Schnittlauch (Allium schoenoprasum) ist eine Option. Manfred Heekeren betrachtet Schnittlauch als Zierpflanze, die sowohl als Küchenkraut als auch durch ihre Blüten einen doppelten Nutzen bietet. Bei Schnittlauch gibt es mittlerweile eine wachsende Auswahl an Sorten mit lila, rosa, weißen oder purpurfarbenen Blüten.
