Allgemeines

Deutsche Wirtschaft verzeichnet Wachstum

Die deutsche Industrie zeigte im August einen Aufwärtstrend, getragen von vermehrten Auftragseingängen und Produktionszuwächsen. Der Einkaufsmanager-Index signalisiert das größte Wachstum seit Juli 2011.

Optimistische Aussichten und moderate Marktpreise für die deutsche Wirtschaft

„Der EMI hat im Sommer deutlich an Schwung gewonnen. Der klare Aufwärtstrend stimmt uns auch für die kommenden Monate optimistisch“,

betonte Dr. Holger Hildebrandt, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME). Die Auftragsbücher der meisten Industriebetriebe sind weiterhin gut gefüllt. Einkäufer von Rohstoffen profitieren zudem von relativ moderaten Marktpreisen.

Eurozone und internationale Impulse als Wachstumstreiber

„Nach einem kräftigen Wachstum von 0,7 Prozent im Quartalsvergleich deutet der aktuelle EMI auf eine fortgesetzte Dynamik im zweiten Halbjahr hin. Besonders erfreulich ist, dass auch die Eurozone im zweiten Quartal die Rezession hinter sich gelassen hat“,

sagte Dr. Gertrud R. Traud, Chefvolkswirtin der Helaba Landesbank Hessen-Thüringen. Obwohl nur knapp 40 Prozent der deutschen Exporte in die Länder der Eurozone gehen, sei deren Erholung ein wesentlicher Faktor für die Stimmung der hiesigen Unternehmen. Dies könne auch die Wachstumsschwäche einiger Schwellenländer ausgleichen. Die USA spielen als Konjunkturlokomotive ebenfalls wieder eine wichtige Rolle. Die deutsche Wirtschaft kann nach Trauds Einschätzung deutlich an Fahrt aufnehmen, sofern es zu keiner dauerhaften Krise im Nahen Osten kommt.

„Ein Wachstum von knapp einem Prozent ist in diesem Jahr möglich. 2014 sind zwei Prozent nicht unwahrscheinlich“,

so Traud abschließend.

„Der Aufwärtstrend verfestigt sich. Nachdem die Wirtschaft im zweiten Quartal die Delle vom Jahreswechsel ausgeglichen hat, liegt nun auch der EMI den zweiten Monat in Folge im Wachstumsbereich. Auch seitens der Auslandsnachfrage kommen wieder mehr Impulse“,

teilte DIHK-Chefvolkswirt Dr. Alexander Schumann mit.

Der Markit/BME-Einkaufsmanager-Index im Detail

Der „Markit/BME-Einkaufsmanager-Index“ (EMI) dient als monatlicher Frühindikator zur Vorhersage der konjunkturellen Entwicklung in Deutschland. Er wird seit 1996 unter der Schirmherrschaft des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME) veröffentlicht. Die Erstellung erfolgt durch die britische Forschungsgruppe Markit Economics, London, basierend auf der Befragung von 500 Einkaufsleitern und Geschäftsführern der verarbeitenden Industrie in Deutschland. Die Auswahl der Befragten ist nach Branche, Größe und Region repräsentativ für die deutsche Wirtschaft. Der EMI orientiert sich am Vorbild des US-Purchasing Manager´s Index (PMI).

05.09.2013

Zurück