IDB stärkt Engagement für urbane Baumbestände
Die nationalen Baumpflegeverbände haben sich unter dem Dach der Interessenvertretung Deutsche Baumpflege (IDB) darauf verständigt, ihre Bemühungen für die Belange der Stadtbäume zu intensivieren. Diese Einigung wurde auf der jüngsten Mitgliederversammlung der IDB im Haus der Landschaft in Bad Honnef erzielt.
Die Zeit der unterschiedlichen Ideologien in Sachen Baum ist zum Glück vorbei. Gemeinsam und in enger Abstimmung und Absprache untereinander sei mehr zum Wohle der Bäume zu erreichen als in vielen kleinen Einzelaktionen. Ich wünsche mir, dass wir die erfolgreiche Zusammenarbeit der nationalen Baumpflegeverbände und Ausbildungsstätten unter dem Dach der IDB auch in den nächsten Jahren fortsetzen und die Chance nutzen, uns in dieser Form auszutauschen.
Dies betonte der neu gewählte IDB-Vorsitzende Michael Hartmann von der Firma Bollmann aus Ellerau.
Obwohl nicht in allen Punkten vollständige Übereinstimmung bestand, steht für alle Mitgliedsorganisationen der IDB das Wohl und die Vitalität des Stadtbaumes im Mittelpunkt ihrer Aktivitäten. Während der Mitgliederversammlung wurden Themen wie Artenschutz, Jungbaumpflege und die Differenzierung von Schnittmaßnahmen im Kontext der Novellierung der Zusätzlichen Technischen Vertragsbedingungen und Richtlinien für Baumpflege (ZTV Baum) diskutiert. Insbesondere die Auswirkungen des Bundesnaturschutzgesetzes auf den Artenschutz in der Baumpflege und mögliche Branchenlösungen wurden intensiv erörtert.
Dabei wurde auch die Frage diskutiert, ob eine separate Fortbildung oder Zertifizierung notwendig ist oder ob diese Aspekte in bestehende Aus- und Fortbildungen integriert werden sollten. Die IDB-Mitglieder sprachen sich für eine einheitliche Lösung aus, um Unsicherheiten in den Arbeitsabläufen zu vermeiden, die durch unterschiedliche Modelle in Deutschland entstehen könnten.
Hanka Dolze, Jan Goevert und Christian Nellen, die deutschen Vertreter beim Europäischen Baumpflege-Rat (EAC), informierten über den diesjährigen Branchen-Kongress in Krakau, Polen. Die IDB-Mitglieder zeigten Interesse an den Vorträgen zum Eichenprozessionsspinner und zur britischen Zertifizierung von Baumpflegefirmen (Approved Contractors). Auch die Hintergründe der Verleihung des Preises "Stadt der Bäume" 2013 (European-City-of-the-Trees-Award - ECOT) an Krakau wurden vorgestellt.
Da die IDB im Jahr 2014 Gastgeber für die rund 50 Vertreter der Baumpflegeverbände aus ganz Europa in Frankfurt am Main sein wird, wurden erste Planungen für diesen Kongress vorgenommen. Es ist vorgesehen, dass zwei bis drei führende Fachleute Vorträge halten. Einige Fachverbände planen, ihre Mitgliederversammlungen am Rande der EAC-Jahreshauptversammlung abzuhalten und an der Gesamtveranstaltung teilzunehmen. Frankfurt hat sich zudem für den ECOT-Preis 2014 beworben.
Die IDB beabsichtigt außerdem, einen gemeinsamen Auftritt im Rahmen der Deutschen Baumpflegetage in Augsburg vom 6. bis 8. Mai 2014 zu organisieren. Die anwesenden Verbände berichteten zudem über ihre aktuellen Aktivitäten und Vorhaben. Die nächste Sitzung am 16. Oktober 2013 in Bad Honnef soll der weiteren Vorbereitung auf die Jahreshauptversammlung des EAC in Frankfurt dienen.
