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EMI: Gute Chancen auf weiteres Wirtschaftswachstum

Der Markit/BME-Einkaufsmanager-Index (EMI) zeigt weiterhin einen Aufwärtstrend für die deutsche Wirtschaft, trotz eines leichten Rückgangs im Februar. Experten sehen gute Chancen für weiteres Wachstum, auch wenn Unsicherheiten in Schwellenländern die Stimmung beeinflussen.

Experteneinschätzungen zur aktuellen Wirtschaftslage

Angesichts der anhaltend lebhaften Binnen- und Auslandsnachfrage stehen die Chancen auf weiteres Wirtschaftswachstum gut. Erfreulich ist auch, dass die Preise für einige Industrierohstoffe gesunken sind und damit zur Kostenentlastung der Unternehmen beitrugen.

Dies betonte Dr. Christoph Feldmann, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME).

Der EMI hat im Februar etwas Federn lassen müssen. Dies ist nicht überraschend.

So Dr. Gertrud R. Traud, Chefvolkswirtin der Helaba Landesbank Hessen-Thüringen. Sie führte aus, dass zum einen im Januar bereits ein relativ hoher Wert erreicht wurde. Zum anderen hätten die jüngsten Turbulenzen in den Schwellenländern wie China, Brasilien, Russland und Indien mit teilweise drastischen Abwertungen der Landeswährungen die Stimmung in deutschen Unternehmen belastet. Trotz dieser geringeren Dynamik bestehe kein Grund zur Sorge, da die Entwicklung in der Euro-Zone parallel zu den Unsicherheiten in den Schwellenländern eindeutig nach oben zeige.

Zusammen mit der hohen Wachstumskraft in den USA werden in diesem Jahr die Industrieländer die Weltkonjunktur ziehen. Für Deutschland heißt das trotz Unsicherheiten in den Emerging Markets, unter anderem in Russland und der Ukraine, ein Wachstum von rund zwei Prozent.

Dies teilte die Helaba-Bankdirektorin dem BME abschließend mit. Auch DIHK-Chefvolkswirt Dr. Alexander Schumann schätzt die Konjunktur als „bislang auf Kurs“ ein, auch wenn die Euphorie etwas verflogen sei. Anlass zur Sorge gäben derzeit einige Schwellenländer sowie die Krim-Krise.

Der Markit/BME-Einkaufsmanager-Index (EMI) im Detail

Der Markit/BME-Einkaufsmanager-Index (EMI) dient als monatlicher Frühindikator zur Vorhersage der konjunkturellen Entwicklung in Deutschland. Er wird seit 1996 unter der Schirmherrschaft des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME) veröffentlicht. Die Erstellung erfolgt durch die britische Forschungsgruppe Markit Economics. Grundlage des Index ist eine Befragung von 500 Einkaufsleitern und Geschäftsführern der verarbeitenden Industrie in Deutschland, die repräsentativ nach Branche, Größe und Region ausgewählt werden. Der EMI orientiert sich am Vorbild des US-Purchasing Manager’s Index (PMI).

06.03.2014

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