Regenerative Maßnahmen für nasse Böden
Langanhaltende Regenperioden, die vielerorts zu Hochwasser führten, haben zu flächendeckend nassen Böden geführt. Dies stellt die Landwirtschaft vor Herausforderungen. Neben Geduld sind gezielte regenerative Maßnahmen erforderlich, um frühzeitig mit der Restrukturierung des Bodens zu beginnen.
Viele Böden haben durch die anhaltenden Niederschläge bei der Mais- oder Zuckerrübenernte sowie dem letzten Grasschnitt gelitten. Die Folgen sind starke Verdichtungen, verschmierte Vorgewende, abgestorbenes Pflanzenmaterial oder eine vollständige Zerstörung der Bodenstruktur.
Diese Zerstörung der physikalischen Bodeneigenschaften wirkt sich auf die Nährstoffverfügbarkeit im Boden aus, da mikrobielle Prozesse und somit auch das Bodenleben zerstört werden.
Dies erläutert Lena Schlößer, Agrarexpertin bei EMIKO. Der Biotechnologieanbieter aus Meckenheim sieht hier seine Kernkompetenz in der ganzheitlichen Betrachtung des Wertstoffkreislaufes, zu dem auch der Boden gehört. EMIKO empfiehlt betroffenen Landwirten den Einsatz von Effektiven Mikroorganismen.
Durch das Ausbringen von Produkten auf Basis Effektiver Mikroorganismen wird das Bodenleben aktiviert und ein faulendes Milieu in ein regeneratives, fermentatives Milieu umgewandelt.
Eine derartige Behandlung trägt dazu bei, den Boden schnellstmöglich wieder zu beleben. So wird der Boden bei der Regeneration unterstützt, um möglichst schnell zu einer stabilen Bildung von Bodenaggregaten zu gelangen.
Im Boden herrschen in jeder Tiefe unterschiedliche Bedingungen und somit verschiedene Mikrobiome. Nach Staunässe verändert sich das Mikrobiom durch Verdichtung und Verschlämmung des Bodens gravierend. Bei langfristiger Überflutung entstehen strikt anaerobe Bedingungen im gesamten Horizont.
Gleichzeitig sterben Pflanzen und Kleintiere in größerer Menge ab, was zu einer Anhäufung toter organischer Substanz, insbesondere Eiweißen, führt. Dies verursacht Fäulnisprozesse, hauptsächlich durch Clostridien. Im alkalischen, sauerstofffreien Boden bilden sich Ammoniak, giftige Kohlenwasserstoffe, Faulgase und Schwefelverbindungen.
Der Boden "kippt um" und wird für die meisten Nutzpflanzen unfruchtbar. Die Nutzung von dennoch geernteten Futterpflanzen wie Gras kann Mensch und Tier gesundheitlich schaden.
Deshalb ist es besonders wichtig, genau hinzuschauen und bei Bedarf zu handeln.
Dies betont Schlößer mit Blick auf Acker- und Grünlandflächen. Bei Grünlandflächen besteht die Gefahr eines kontaminierten Grasschnittes, der den Silierungsprozess und die spätere Qualität der Silage direkt beeinflusst.
Um eine gesunde Bodenschichtung wiederherzustellen, sollte umfangreich mit Effektiven Mikroorganismen saniert werden.
In der Vergangenheit sind bereits erfolgversprechende Erfahrungen mit Effektiven Mikroorganismen in Hochwassergebieten gesammelt worden. Geruchsemission, Fäulnisprozesse und Schadstoffbelastung im Boden werden reduziert und Ertragseinbußen abgemildert.
Schlößer weist darauf hin, dass der Wiederaufbau des Bodens ein langer Prozess ist.
