FGL-Mitgliederversammlung in Apolda
Die Mitgliederversammlung des Fachverbandes Garten- und Landschaftsbau Hessen-Thüringen e. V. (FGL) befasste sich mit zentralen Themen, die die Branche aktuell bewegen. Rund 140 Mitglieder und Gäste nahmen an der Veranstaltung teil, die im Hotel am Schloss in Apolda stattfand.
Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Rüdiger Eisenbrand erhielten die Landschaftsgärtner Einblicke in das Gelände der Landesgartenschau Apolda 2017. Besonderes Interesse galt den Themengärten, von denen sechs durch FGL-Mitgliedsbetriebe realisiert werden. Staatssekretär Dr. Klaus Sühl vom Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft würdigte in seiner Ansprache die Bedeutung der GaLaBau-Branche.
FGL-Präsident Jens Heger fokussierte in seiner Rede auf die Digitalisierung im GaLaBau sowie die Entsorgung und Verwertung von Erdaushub und Boden.
Digitalisierung als Effizienzmotor
Im Bereich der Digitalisierung verfolgt der Fachverband das Ziel, seine Mitgliedsbetriebe bei der Implementierung digitaler Prozesse zu unterstützen. Dies soll zu Effizienzsteigerungen in den Unternehmen führen. Der FGL legt dabei einen Schwerpunkt auf die Themen Datenschutz, Gesundheitsmanagement, Personalplanung und -entwicklung sowie die digitale Rechnungslegung.
Herausforderungen bei Erdaushub und Boden
Bezüglich des Erdaushubs verwies Jens Heger auf das Positionspapier des FGL mit dem Titel „Recycling und Verwertung am Bau verbessern – teure Entsorgung vermeiden!“. Darin wird vor rapiden Kostensteigerungen gewarnt, die durch die Entsorgung von Erdaushub entstehen können. Die Landschaftsgärtner fordern unter anderem den Ausbau von Deponiekapazitäten, eine Vereinfachung der Vorschriften für Bodenprobenanalysen und einen verstärkten Einsatz von Recycling-Baustoffen.
Der FGL weist auf einen drohenden Engpass bei der Verwertung und Beseitigung von Erdaushub hin. Dies könnte, so die Einschätzung des FGL und weiterer Baubranchenverbände, zu erheblichen Kostensteigerungen für private und öffentliche Bauherren führen. Fehlende regionale Verwertungs- und Entsorgungsmöglichkeiten resultieren zudem in vermeidbaren LKW-Transporten und damit verbundenen ökologischen Nachteilen.
Präsident Jens Heger appellierte an die Landes- und Kommunalpolitik in Hessen und Thüringen, aktiv zu werden.
Für nicht oder nur gering belastete Böden brauchen wir ortsnahe Verwertungsmöglichkeiten, außerdem eine stärkere abfallrechtliche Verantwortung der Bauherren und Planer sowie endlich ein einheitliches und praxisgerechtes Analyseverfahren für den Bodenaushub.
Diese Problematik wird auch auf dem GaLaBau-Forum-Südhessen behandelt. Des Weiteren engagiert sich der FGL Hessen-Thüringen für eine grüne Stadtentwicklung. Die im Vorjahr gestartete Kampagne „Grün in die Stadt“ wird fortgesetzt. Ein zentrales Element dieser Kampagne ist ein Pop-Up Park, der am 22. Juni 2017 in Erfurt ein graues Stadtgebiet in eine grüne Oase verwandeln soll.
Die Kampagne „Grün in die Stadt“ ist eine Initiative des Bundesverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V. Sie bündelt Informationen zu den positiven Aspekten städtischen Grüns und dient als Plattform für Dialog und Austausch.


