Die Grüne Stadt

Der Tag des Baumes: Eine Tradition für den Naturschutz

Der Tag des Baumes, initiiert von Julius Sterling Morton, wird weltweit gefeiert. Er sensibilisiert für die Bedeutung von Bäumen und fördert Naturschutzaktionen. In Deutschland wurde er 1952 von Bundespräsident Theodor Heuss eingeführt.

Ursprung und Entwicklung des Baum-Aktionstages

Bäume prägen seit jeher das menschliche Leben. Sie dienten als Schutz vor Witterung, lieferten Baustoff und Brennmaterial und bildeten Jagd- sowie Erholungsräume. Diese Bedeutung erkannte bereits Mitte des 19. Jahrhunderts der Journalist Julius Sterling Morton aus Nebraska, der die Idee eines Gedenktages für den Baum initiierte.

Morton setzte sich mit der Arbor-Day-Resolution für Baumpflanzungen an einem festen Tag ein, um die Bevölkerung auf die Wichtigkeit der Bäume für Mensch und Wirtschaft aufmerksam zu machen. Im ersten Jahr wurden in seinem US-Bundesstaat über eine Million Bäume gepflanzt. Nach einer schnellen Verbreitung in den USA dauerte es 79 Jahre, bis die Vereinten Nationen den Tag des Baumes 1951 als internationalen Gedenktag anerkannten. Am 25. April 1952 pflanzte Bundespräsident Theodor Heuss einen Ahorn im Bonner Hofgarten und feierte damit den ersten Tag des Baumes in Deutschland, der seitdem jährlich mehr Teilnehmer verzeichnet.

Heute wird der Baum-Aktionstag weltweit gewürdigt. Baumpflanzungen und Veranstaltungen rund um das Thema Baum finden global statt. Der Tag des Baumes hat sich zu einer der größten Mitmachaktionen im Bereich des Naturschutzes entwickelt.

Aktionen in Städten und Gemeinden

Die Gestaltung des Tages des Baumes ist vielfältig. Viele Kommunen nutzen Baumpflanzungen an prominenten Orten, oft unter Beteiligung von Bürgermeistern und lokalen Amtsträgern, um Aufmerksamkeit zu erzeugen. Andere organisieren gemeinsam mit Schulen oder Vereinen Ausstellungen, Informationsveranstaltungen oder lokale Wettbewerbe.

In Deutschland leistet die Dr. Silvius Wodarz Stiftung seit vielen Jahren eine erfolgreiche Arbeit, indem sie jährlich einen Baum des Jahres kürt. Auch hierbei steht die Vermittlung der Wertigkeit von Bäumen im Vordergrund.

Das Kuratorium Baum des Jahres, in dem der Bund deutscher Baumschulen (BdB) engagiert ist, sieht beide Aktionen in engem Zusammenhang.

In Zeiten des Klimawandels und vielfältiger Probleme mit Luftqualität und Feinstaub in den Städten werden Grünflächen und vor allem Bäume bundesweit mit neuem Interesse diskutiert. Viele Kommunen nutzen Anlässe wie den Tag des Baumes, um ihre Arbeit für das öffentliche Grün publik zu machen und die positiven Auswirkungen auf das Klima in den Fokus zu stellen.

Dies erklärte Helmut Selders, Präsident des BdB. Der BdB empfiehlt Städten, Gemeinden, Bürgern und Unternehmen, am 25. April Aktionen zum Thema Stadtgrün zu planen.

Da der Tag des Baumes in diesem Jahr wieder auf einen Wochentag fällt, bieten sich gemeinsame Aktionen mit Schulen oder Kindergärten an. Viele Jugendliche, vor allem in urbanen Regionen, wissen kaum verschiedene Bäume und Sträucher zu unterscheiden. Dabei ist es wichtig, dass sie sich frühzeitig mit der Natur auseinandersetzen. Aktionen tragen zu einer größeren Aufmerksamkeit bei und können unseren Nachwuchs sensibilisieren, denn hier ist direkt zu erleben, wie das Wohlbefinden von Bäumen und Menschen Hand in Hand geht.

Die Fichte als Baum des Jahres 2017

Seit 27 Jahren ruft die Dr. Silvius Wodarz Stiftung den Baum des Jahres aus. Im Jahr 2017 ist dies die Fichte, die zur Gattung der Kieferngewächse gehört. In Deutschland kommt ausschließlich die gewöhnliche Fichte (Picea abies) natürlich vor. Sie ist zahlenmäßig die häufigste Baumart in Deutschland und hat neben ihrer Beliebtheit als Weihnachtsbaum eine große Bedeutung für die Forstwirtschaft.

Neben den Veranstaltungen des BdB zum Tag des Baumes planen viele weitere Verbände unterschiedliche Aktionen. Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) beabsichtigt beispielsweise, anlässlich des 500-jährigen Reformationsjubiläums die Pflanzung von Apfelbäumen, wobei auch alte Sorten berücksichtigt werden sollen. Weitere Projekte werden von Bundes-, Landes- und Kommunalverbänden, der grünen Branche sowie Natur- und Umweltschutzorganisationen geplant. Kommunen bieten zudem Baumpatenschaften für Interessierte an.

12.03.2017

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