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Erzeugerpreise im Dezember 2023: Deutlicher Rückgang gegenüber Vorjahr

Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte sanken im Dezember 2023 um 8,6 % im Vergleich zum Vorjahresmonat. Dieser Rückgang wurde maßgeblich durch fallende Energiepreise beeinflusst, während andere Gütergruppen teilweise Preissteigerungen verzeichneten.

Energiepreise als Hauptfaktor des Rückgangs im Dezember

Der Hauptgrund für den Rückgang der Erzeugerpreise gegenüber dem Vorjahresmonat waren im Dezember 2023 die sinkenden Energiepreise. Energie war im Dezember 2023 um 23,5 % günstiger als im Dezember 2022 und fiel gegenüber November 2023 um 3,7 %.

Besonders prägend für diese Entwicklung waren die Preisrückgänge bei Strom, der über alle Abnehmergruppen hinweg um 35,6 % gegenüber Dezember 2022 sank (-5,6 % gegenüber November 2023). Erdgas in der Verteilung kostete im Dezember 2023 über alle Abnehmergruppen hinweg 22,4 % weniger als im Vorjahresmonat und sank gegenüber November 2023 um 3,5 %. Mineralölerzeugnisse waren im Dezember 2023 um 6,7 % billiger als im Dezember 2022 und verzeichneten einen Rückgang von 4,4 % gegenüber November 2023. Hierzu zählten leichtes Heizöl mit einem Minus von 14,4 % gegenüber dem Vorjahr (-6,2 % gegenüber November 2023) und Kraftstoffe mit einem Rückgang von 5,1 % (-3,8 % gegenüber November 2023).

Ohne Berücksichtigung der Energiepreise stiegen die Erzeugerpreise im Dezember 2023 um 0,3 % gegenüber Dezember 2022 und blieben gegenüber November 2023 unverändert.

Entwicklung bei Vorleistungsgütern

Die Preise für Vorleistungsgüter waren im Dezember 2023 um 3,7 % niedriger als im Vorjahresmonat und blieben gegenüber dem Vormonat unverändert. Dieser Rückgang wurde maßgeblich durch die Preisentwicklung bei Metallen und chemischen Grundstoffen beeinflusst.

  • Metalle waren 9,4 % billiger als im Dezember 2022, stiegen jedoch gegenüber dem Vormonat um 0,2 %.
  • Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen kosteten 14,4 % weniger als im Dezember 2022.
  • Die Preise für Betonstahl in Stäben sanken im Vorjahresvergleich um 17,7 %.
  • Chemische Grundstoffe waren insgesamt 10,4 % billiger als im Vorjahresmonat.
  • Besonders stark sanken die Preise für Düngemittel und Stickstoffverbindungen (-37,3 %) gegenüber Dezember 2022.
  • Papier und Pappe waren 20,6 % billiger, Futtermittel für Nutztiere 19,2 % billiger.

Demgegenüber gab es bei einigen Vorleistungsgütern deutliche Preissteigerungen gegenüber Dezember 2022:

  • Transportbeton: +25,2 %
  • Zement: +23,2 %
  • Baukies und natürliche Sande: +17,2 %
  • Hohlglas: +15,3 %

Preisentwicklung bei Konsum- und Investitionsgütern

Gebrauchsgüter waren im Dezember 2023 um 3,0 % teurer als ein Jahr zuvor, sanken jedoch gegenüber November 2023 um 0,1 %.

Die Preise für Verbrauchsgüter lagen im Dezember 2023 um 3,2 % höher als im Dezember 2022 und blieben gegenüber November 2023 unverändert. Hier trugen vor allem höhere Preise für Nahrungsmittel bei (+2,8 % gegenüber dem Vorjahr). Innerhalb dieser Kategorie stiegen die Preise für:

  • Verarbeitete Kartoffeln: +13,5 %
  • Obst- und Gemüseerzeugnisse: +12,4 %
  • Zucker: +10,5 %

Günstiger als im Vorjahresmonat waren hingegen nicht behandelte pflanzliche Öle (-28,7 %) und Butter (-17,0 %).

Investitionsgüter waren im Dezember 2023 um 3,9 % teurer als im Vorjahresmonat, was insbesondere auf Preissteigerungen bei Maschinen (+4,7 %) sowie Kraftwagen und Kraftwagenteilen (+3,4 %) zurückzuführen ist. Gegenüber November 2023 blieben die Preise für Investitionsgüter unverändert.

Jahresdurchschnitt 2023 im Überblick

Im Jahresdurchschnitt 2023 sanken die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte um 2,4 % gegenüber dem Vorjahr. Die Entwicklung der Energiepreise war hier der größte Einflussfaktor, mit einem durchschnittlichen Rückgang von 12,6 % gegenüber 2022 (nach einem Anstieg von 86,2 % im Jahr 2022 gegenüber 2021). Elektrischer Strom war im Jahresdurchschnitt 2023 um 22,2 % billiger, Erdgas in der Verteilung um 9,2 % und Mineralölerzeugnisse um 10,9 %.

Ohne Berücksichtigung der Energiepreise erhöhten sich die Erzeugerpreise 2023 gegenüber dem Vorjahr um 3,6 % (nach +14,0 % im Jahr 2022).

Vorleistungsgüter waren im Jahresdurchschnitt 2023 um 0,6 % billiger als 2022 (nach +19,4 % im Jahr 2022). Hier wirkte sich die Preisentwicklung für Metalle mit -7,7 % am stärksten aus. Besonders stark sanken die Preise für Düngemittel und Stickstoffverbindungen (-24,2 %) und für Holz (-20,7 %). Pellets und Briketts aus Sägenebenprodukten waren 17,4 % billiger, nachdem sich ihre Preise im Vorjahr fast verdoppelt hatten (+96,1 %).

Gebrauchsgüter waren im Jahresdurchschnitt 2023 um 6,7 % höher als 2022 (nach +9,7 % im Jahr 2022). Investitionsgüter verteuerten sich um 5,8 % (nach +7,1 % im Jahr 2022).

Verbrauchsgüter waren im Jahr 2023 durchschnittlich 9,2 % teurer als 2022 (nach +14,4 % im Jahr 2022). Nahrungsmittel kosteten 10,8 % mehr als 2022. Besonders stark stiegen die Preise für Zucker (+64,1 %) und für verarbeitete Kartoffeln und Kartoffelerzeugnisse (+33,5 %). Kaffee war 1,3 % teurer. Dagegen sanken die Preise für pflanzliche unbehandelte Öle um 32,4 % und für Butter um 21,3 %.

19.01.2024

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