Pflanzen und Pflanzenteile

Neugestaltung des Wintergartens der LWG Veitshöchheim

Der Wintergarten der LWG Veitshöchheim wurde mit über 300 Pflanzen und vier exotischen Bäumen neu gestaltet. Das Projekt umfasste mehrere Hundert Arbeitsstunden und wurde vom Verband Ehemaliger Veitshöchheimer finanziell unterstützt.

Umfassende Erneuerung der Pflanzenwelt

Der Wintergarten der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) in Veitshöchheim wurde von Mitarbeitern des Instituts für Erwerbs- und Freizeitgartenbau neu gestaltet. Über 300 Pflanzen aus 40 Sorten, vier exotische Bäume und 25 Kubikmeter Erdbewegung waren Teil dieses Projekts, das mehrere Hundert Arbeitsstunden umfasste.

Die Neugestaltung umfasst Pflanzen wie Lilientraube und Schlangenbart sowie seltene Exoten wie Weiße Sapote und Erdbeer-Guave. Die finanzielle Unterstützung für dieses Vorhaben kam vom Verband Ehemaliger Veitshöchheimer (VEV). Diese Initiative, vor über 100 Jahren gegründet, hat über 1.600 Mitglieder, hauptsächlich ehemalige Absolventen der Meister- und Technikerschule an der LWG. Der VEV fördert die Weiterbildung und das Networking der Absolventen sowie Schulprojekte.

Grüne Oase hinter Glas

Der neu gestaltete Wintergarten der LWG behält auch in der kalten Jahreszeit sein Grün. Bereits bei seiner Einweihung im Jahr 1996, zusammen mit dem Verwaltungsgebäude, war der Wintergarten als grünes Juwel für Besucher und zur Förderung des Wohlbefindens der Mitarbeiter konzipiert.

Als einer der größten öffentlich zugänglichen Glasgärten in Deutschland dient der Wintergarten als Begegnungsort zwischen Menschen und Pflanzen. Die Neugestaltung der Pflanzflächen bereichert den Campus in Veitshöchheim um ein weiteres Highlight. Eine spezielle Effektbeleuchtung lässt die Bepflanzung auch in den Abendstunden wirken.

Pflege und Überwachung

Die Arbeiten am rund 80 m² großen Indoor-Garten wurden kürzlich abgeschlossen. Für das langfristige Gedeihen der Pflanzen ist eine regelmäßige Überwachung von Gesundheit und Wachstum erforderlich. Wolfgang Graf, Betriebsleiter des Versuchsbetriebs Veitshöchheim mit Schwerpunkt Zierpflanzenbau, betont die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Kontrolle.

Wir müssen den pH-Wert und den Nährstoffgehalt des Bodens durchgehend überwachen, um über ein gesundes Erdreich die Pflanze auch gesund zu halten.

Aufgrund des geschlossenen Systems kann sich der Boden nicht selbst regulieren. Eine automatische Tröpfchenbewässerung mit rund 200 Metern Leitung sichert die Wasserversorgung, dennoch ist eine regelmäßige Kontrolle der Bodenfeuchte notwendig.

Ein Großteil der Bepflanzung liebt es durchgehend feucht, verträgt aber keine Staunässe.

Auch die frühzeitige Bekämpfung von Schädlingen ist wichtig, da diese sich im geschützten Wintergarten ebenfalls wohlfühlen.

Internationale Pflanzenvielfalt

Der neu gestaltete Wintergarten präsentiert eine internationale Pflanzenvielfalt. Ein Hortensienbaum (Dombeya wallichii) aus Südafrika blüht bereits im Dezember und kann bis zu acht Meter hoch werden. Gärtnermeister Arno Volkert weist darauf hin, dass diese Bäume vor allem in Botanischen Gärten mit ausreichend Platz zu finden sind.

Die mittelamerikanische Weiße Sapote (Casimiroa edulis) benötigt weniger Raum. Ihre Früchte, auch als „Eiscreme-Frucht“ bekannt, haben ein aromatisches, leicht weiß-gelbliches Fruchtfleisch, das an eine Mischung aus Pfirsich und Banane erinnert. Die ersten Früchte am Baum werden voraussichtlich im Dezember reif sein.

Besuch der Außenanlagen

Neben dem Wintergarten sind auch die Außenanlagen der Landesanstalt in Veitshöchheim einen Besuch wert, besonders im Herbst. Die herbstliche Färbung der Gehölze und Stauden, kombiniert mit blühenden Astern, bietet ein besonderes Farbspiel. Die Schwarze Apfelbeere, auch Aronia genannt, ist eine weitere Besonderheit. Sie enthält Mineralstoffe, Vitamine, Spurenelemente und Antioxidantien und kann getrocknet, als Marmelade, Saft oder in Smoothies verzehrt werden.

06.11.2017

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