Rückblick auf die Amtszeit und zukünftige Herausforderungen
Nach der Begrüßung durch den Ersten Beigeordneten Christian Stein zog der scheidende FGL-Vorsitzende Carsten Henselek Bilanz seiner Amtszeit. Diese war maßgeblich durch die Zusammenführung der GaLaBau-Verbände in Berlin und Brandenburg geprägt. Henselek hob fünf zentrale Themen hervor: den Verband als Dienstleister, die Fachkräftesicherung, politische Lobbyarbeit, Öffentlichkeitsarbeit und Gartenschauen.
Die Dienstleistungen des Verbandes wurden laut Henselek kontinuierlich verbessert, insbesondere die Mitgliederbetreuung durch FGL-Justiziar Manfred Gnoss. Neue Regionaltreffen schlossen eine Lücke im Veranstaltungsangebot. Die Lehranstalt für Gartenbau und Floristik in Großbeeren sieht er auf einem guten Weg und hat den Vorsitz der LAGF für weitere drei Jahre übernommen. Auch die Rahmenbedingungen für die geplante Bildungsstiftung sind geschaffen.
Die Sicherung des Fachkräftenachwuchses durch betriebliches Engagement bleibt ein wichtiges Anliegen. Politische Lobbyarbeit beschrieb Henselek als schwierig, da Erfolge selten sicher seien und Kompromisse nicht immer den Wünschen der Mitglieder entsprächen. Er betonte die Bedeutung der Mitwirkung aller FGL-Mitglieder, um Überzeugungsarbeit zu leisten. Kritisch äußerte er sich zur Haltung der Brandenburger Landesregierung bezüglich der Kommunalverfassung, wo die Gefahren der wirtschaftlichen Tätigkeit von Kommunen trotz geschlossenen Auftretens der Wirtschaft kein Gehör fanden.
Im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit wurden laut Henselek regional und bundesweit Fortschritte erzielt. Die Zielgruppendefinition der BGL-Zukunftswerkstatt dient dem FGL als Arbeitsgrundlage, insbesondere das Format "GaLaBau Regional", das öffentliche Auftraggeber, Landschaftsarchitekten und die Wohnungswirtschaft erreicht. Für die kommenden Jahre gilt es, die Herausforderungen der Gartenschauen in der Region zu meistern, wofür der Verein zur Förderung von Gartenschauen in Berlin und Brandenburg (VFG) gut aufgestellt sei.
Neuwahl des Vorstands und zukünftige Ausrichtung
Bei den anschließenden geheimen Wahlen wurde Georg Firsching einstimmig zum neuen FGL-Vorsitzenden gewählt. In seiner Antrittsrede dankte er seinem Vorgänger sowie den ausscheidenden Vorstandsmitgliedern Michael Max und Ronald Lüttich. Firsching kündigte an, die Arbeit seines Vorgängers fortzusetzen, Kontakte zu nutzen und das Serviceangebot des Verbandes an die Bedürfnisse der Mitglieder anzupassen.
Ein besonderes Anliegen ist ihm das innere Zusammenwachsen des Verbandes, wofür der Blick auch auf die peripheren Gebiete jenseits der Hauptstadtregion gerichtet werden soll.
Je mehr Mitglieder aktiv mitarbeiten, desto wirkungsvoller werden unsere Interessen vertreten.
Fachtagung zur Wohnungswirtschaft als Auftraggeber
Die Fachtagung am Nachmittag widmete sich dem Thema "Die Wohnungswirtschaft als Auftraggeber für den GaLaBau". Frank Bielka, Vorstandssprecher eines großen Berliner Wohnungsunternehmens, beleuchtete die Entwicklungsperspektiven der Wohnungswirtschaft. Siegfried Rehberg, technischer Referent des Bundesverbandes Deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, sprach über die Erwartungen der Wohnungswirtschaft an ihre Dienstleister.
Die abschließende Podiumsdiskussion "Gut aufgestellt für die Immobilienwirtschaft der Zukunft" zeigte, dass die GaLaBau-Branche gegenüber der Immobilienwirtschaft Nachholbedarf hat. Erwartet werden ganzheitliche Angebote nach Servicelevels, die über die Abarbeitung detaillierter Leistungsverzeichnisse hinausgehen. Während große Unternehmen Facility-Manager oder eigene Töchter mit entsprechendem Profil nutzen, sehen sich Genossenschaften direkt den Wünschen ihrer Mitglieder verpflichtet. Wer im Geschäft der großen Akteure mitwirken möchte, muss organisatorisch aufrüsten. Die FLL-Empfehlungen setzen hier Maßstäbe, die in der Praxis von Auftraggebern und Auftragnehmern noch zu wenig bekannt sind.