Pflanzen und Pflanzenteile

ZVG kritisiert EU-Vorschläge zum Pflanzenschutz

Der Zentralverband Gartenbau (ZVG) äußert erneut scharfe Kritik an den EU-Vorschlägen zum nachhaltigen Pflanzenschutz. Die Vorgaben der Verordnung werden als unrealistisch und unzumutbar für Betriebe eingestuft, da sie bisherige Reduktionserfolge ignorieren.

ZVG fordert praktikablen Pflanzenschutz

Der ZVG appelliert an Rat und Parlament, in den bevorstehenden Verhandlungen einen nachhaltigen Pflanzenschutz zu gestalten. Dieser solle die wirtschaftliche Produktion von Obst, Gemüse, Gehölzen und Pflanzen im Gartenbau berücksichtigen und einen funktionierenden Integrierten Pflanzenschutz ermöglichen.

Verbote und ein alleiniger Fokus auf biologische und low-risk-Produkte werden die enormen Lücken bei den Bekämpfungsmöglichkeiten bei weitem nicht schließen können. Nachhaltiger Pflanzenschutz beinhaltet die gesamte Tool-Box des Integrierten Pflanzenschutzes, der gestärkt werden muss.

Der ZVG fordert die Festsetzung machbarer Ziele und die Berücksichtigung der unterschiedlichen Voraussetzungen in den Mitgliedstaaten. Zudem sollen praktikable Vorgaben für Unternehmen geschaffen werden. Initiativen zum Biodiversitätsschutz in Deutschland, wie beispielsweise in Baden-Württemberg, sollen als Vorbild für nationale Maßnahmen dienen.

Hintergrund der EU-Verordnung „Sustainable Use Regulation“

Die Europäische Kommission präsentierte im Juni 2022 den Entwurf einer neuen Verordnung zur nachhaltigen Verwendung von Pflanzenschutzmitteln, bekannt als „Sustainable Use Regulation“ (SUR). Diese Verordnung basiert auf der Farm to Fork-Strategie und der in vielen EU-Mitgliedstaaten als unzureichend bewerteten Umsetzung der Richtlinie 2009/128.

06.02.2023

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