Herbstliche Blütenpracht und dekorativer Beerenschmuck
Klassiker der herbstlichen Bepflanzung sind Heidepflanzen (Erica), Chrysanthemen (Chrysanthemum) und Astern (Aster). Diese Pflanzen sind oft regional verfügbar und benötigen keine langen Transportwege. Weitere blühende Optionen sind der gelbe Sonnenhut (Rudbeckia), die Fackellilie (Kniphofia) und die Fetthenne (Sedum).
Stiefmütterchen (Viola) können bereits im Herbst gepflanzt werden und blühen in milden Wintern von Dezember bis April. Für Beerenschmuck eignen sich Johanniskraut (Hypericum) mit roten Beeren, sowie Stechpalme (Ilex) und Teppichbeere (Gaultheria), deren rote Früchte über glänzenden Blättern sitzen und Vögeln als Nahrung dienen.
Die Skimmie (Skimmia) ist eine Winterpflanze, die bereits im Spätsommer rosafarbene bis rötlichbraune Blütenstände für das Folgejahr bildet, welche die Pflanze den gesamten Winter über zieren.
Struktur durch Blattschmuck und Gräser
Blüten- und Beerenpflanzen lassen sich gut mit verschiedenen Blattschmuckpflanzen kombinieren. Dazu gehören der Silberblatt (Senecio), die Stacheldrahtpflanze (Calocephalus) und Salbei (Salvia) mit ihrem silbergrauen Laub. Für kräftigere Farben bieten sich Purpurglöckchen (Heuchera) und Günsel (Ajuga) an.
Gräser sind ein fester Bestandteil der Herbstbepflanzung und in vielen Größen, Farben und Formen erhältlich. Das Japanische Blutgras (Imperata) zeichnet sich durch eine rote Färbung aus, während der Blauschwingel (Festuca) mit seinem Blaugrau zurückhaltende Akzente setzt. Die Herbst-Segge (Carex) ist grün-weiß gestreift und das Lampenputzergras (Pennisetum) überzeugt mit attraktiven Blütenrispen.
Praktische Pflanztipps für eine gelungene Herbstbepflanzung
Die herbstliche Neubepflanzung ist unkompliziert. Da die Pflanzen im Herbst und Winter weniger stark wachsen als im Sommer, können sie enger gesetzt werden. Bei Gefäßen, die nicht vor Regen geschützt sind, ist eine Drainageschicht am Boden wichtig, um Staunässe zu vermeiden.
Über der Drainageschicht sollte frische Blumenerde verwendet werden, da das Substrat der Sommerblüher in der Regel ausgelaugt ist. Vorgedüngte Qualitätserde aus dem Fachhandel versorgt die Pflanzen bis zum Frühjahr mit ausreichend Nährstoffen. Während des Winters sollten die Pflanzen regelmäßig gegossen werden, sofern die Temperaturen über dem Gefrierpunkt liegen. Eine fachgerechte Herbstbepflanzung bleibt so bis ins Frühjahr attraktiv.
Blumenzwiebeln für eine frühlingshafte Überraschung setzen
Wer bereits im Herbst Blumenzwiebeln setzt, kann sich im Frühling über Krokusse, Traubenhyazinthen, Tulpen und Narzissen freuen. Die Zwiebeln dieser winterharten Frühjahrsblüher können einfach zwischen die Herbstpflanzen in die Kästen und Kübel gesetzt werden. Dabei gilt die Regel, dass die Zwiebeln etwa doppelt so tief eingegraben werden sollten, wie sie hoch sind.
Die größten Blumenzwiebeln, wie die von Tulpen und Narzissen, kommen dabei nach unten, die kleineren Sorten darüber. Wenn der Frühling naht, treiben die Blumenzwiebeln aus und sorgen für frische Farbtupfer.
