GaLaBau-Branche lehnt europäische Dienstleistungskarte ab

Branchenverbände

Die deutsche GaLaBau-Branche kritisiert die geplante europäische Dienstleistungskarte. Der BGL befürchtet eine Absenkung der Qualitätsstandards und sieht keinen Mehrwert in dem Vorschlag der EU-Kommission. Eine zu kurze Prüffrist könnte die Qualität beeinträchtigen.

Kritik an der europäischen Dienstleistungskarte

Im Rahmen ihrer Binnenmarktstrategie hat die Europäische Kommission ein Dienstleistungspaket vorgestellt, das darauf abzielt, Hindernisse im grenzüberschreitenden Dienstleistungsverkehr abzubauen. Ein Bestandteil dieses Pakets ist die europäische elektronische Dienstleistungskarte. Diese Karte soll im Herkunftsland ausgestellt werden und Dienstleistern ermöglichen, ohne weitere Genehmigungen oder Nachweise im Gastland tätig zu werden. Dem Gastland wird dabei eine Prüffrist von vier Wochen eingeräumt.

Diese Frist wird als zu kurz erachtet, um eine angemessene Prüfung der fachlichen Voraussetzungen vornehmen zu können. Die Branche legt großen Wert auf hohe Ausbildungsstandards und die Beschäftigung qualifizierter Fachkräfte, um die erwartete Qualität und das Know-how zu gewährleisten.

Die grüne Branche legt großen Wert auf die hohen und bewährten Ausbildungsstandards und damit auch auf die Beschäftigung qualifizierter Fachkräfte. Nur so können wir das Know-how und die Qualität liefern, die unsere Kunden zu Recht erwarten. Wenn nun aber Dienstleister aus anderen Ländern ohne Prüfung ihrer Qualifikation bei uns tätig werden könnten, ist damit letztlich auch dem Auftraggeber nicht gedient. Denn durch nicht fachgerechte Ausführungen können später noch empfindliche Zusatzkosten für den Kunden entstehen. Die Kommission sollte sich besser auf die großen politischen Themen konzentrieren und nicht jedes überflüssige Detail regeln.

Der BGL begrüßt die ablehnende Haltung des Deutschen Bundestages und des Bundesrates, die ebenfalls Beschwerden in Brüssel eingereicht haben.

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