Zuversicht statt Panik im GaLaBau
Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) hat darauf hingewiesen, dass Baustellen des Bundes möglichst weiter betrieben werden sollen, sofern keine behördlichen Maßnahmen dies verhindern oder einen sinnvollen Weiterbetrieb unmöglich machen. Diese Leitlinie wird vom Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Baden-Württemberg e.V. als maßgeblich für grüne Bauprojekte auf Landes- und kommunaler Ebene betrachtet.
Der Gesundheitsschutz für die Mitarbeiter, aber ebenso für die Auftraggeber und Dritte hat in diesen Wochen selbstverständlich höchste Priorität. Öffentliche Auftraggeber können sich auf die Unternehmen des Garten- und Landschaftsbaus verlassen.
Gerade in der aktuellen Zeit wird die Bedeutung der grünen Infrastruktur hervorgehoben. Sie ermöglicht den Menschen, Räume außerhalb der eigenen vier Wände zu nutzen, die einen notwendigen Ausgleich bieten. Daher ist es wichtig, laufende Projekte fortzuführen und geplante Investitionen in die grüne Infrastruktur voranzutreiben.
Neben der akuten Bedrohung durch die Krise verweist der Verband auf weitere drängende Probleme wie die Folgen des Klimawandels und das Artensterben. Die öffentliche Hand kann durch Zukunftsinvestitionen eine Lenkungswirkung in gesellschaftlich relevante Bereiche erzielen. Private Bauherren setzen mit der Gestaltung ihrer Außenbereiche ein Zeichen für ihre Haltung zu Natur und Umwelt. Im öffentlichen Bereich ist es gleichermaßen angezeigt, Räume zu schaffen, die die Lebensqualität und das Wohlbefinden der Bürger steigern.
Mit Blick auf die Hitzesommer 2018 und 2019 erinnert der Verband an die Wohlfahrtswirkung öffentlicher Grünflächen, von Parks über Straßenbegleitgrün bis hin zur Gebäudebegrünung.
Investitionen in die grüne Infrastruktur sind sichtbare Zeichen für Vertrauen in die Zukunft und die beste Vorsorge für kommende Belastungen unserer Städte und Gemeinden.
Das Prinzip Apfelbaum und seine Bedeutung für die Zukunft
Der ehemalige Bundesumweltminister Klaus Töpfer betonte in seinem Beitrag „Prinzip Apfelbaum“, dass Vielfalt eine entscheidende Stellgröße für die Zukunft ist. Eine vielfältige Welt sei eine stabile Welt, was Flora und Fauna ebenso betreffe wie Staats- und Gesellschaftsformen. Auch beim Klimaschutz und der Erreichung von Klimazielen seien ordnungsrechtliche Maßnahmen gefragt, deren Beschlüsse jedoch von Parlamenten gefasst werden müssten.
Der Verband appelliert, dass Aufschieben keine Probleme löst und Städte sowie Gemeinden gerade jetzt zukunftsgerichtet agieren und mit gutem Beispiel vorangehen müssen. In der Krise gelte es, Zuversicht zu zeigen und die richtigen Entscheidungen zu treffen. Die Branche des Garten- und Landschaftsbaus steht bereit.
